Liechtenstein stellt Nachhaltigkeitsbericht vor

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Claudia Fritsche, Vizepräsidentin des Vereins für Menschenrechte, Botschafter Christian Wenaweser, ECOSOC-Präsidentin Inga Rhonda King sowie ein Mitarbeiter des ECOSOC Sekretariats, Panagiotis Potolidis-Beck vom Amt für Auswärtige Angelegenheiten, Liechtensteins Jugenddelegierte Valerie Nigg und Myriam Oehri von der Ständigen Vertretung Liechtensteins in New York.

Am hochrangigen politischen Forum für nachhaltige Entwicklung an der UNO in New York stellte eine breit aufgestellte Delegation Liechtensteins den ersten Bericht über die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele vor. Dabei wurden die überaus positiven Entwicklungen präsentiert, aber auch bestehende Herausforderungen erläutert. Liechtenstein war durch Delegierte der Regierung, eine Repräsentantin der Zivilgesellschaft sowie die kürzlich ernannte Jugenddelegierte vertreten.

Am 18. Juli präsentierte Liechtenstein erstmals einen Umsetzungsbericht über die Nachhaltigkeitsagenda der Vereinten Nationen («Agenda 2030»). UNO-Botschafter Christian Wenaweser stellte als Delegationsleiter die positiven Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt und zeigte Beispiele auf, wo Liechtenstein eine Vorbildfunktion einnimmt: «Wir sind stolz darauf, dass Liechtenstein seit 2015 Solarweltmeister und seit einigen Jahren auch führend bei der biologischen Landwirtschaft ist. Damit beweist unser Land, dass es eine Vorreiterrolle einnehmen kann.» Die grosse Bedeutung von staatlich-privaten Partnerschaften für die Umsetzung der SDGs wurde ebenfalls hervorgehoben. Hier wurden die Projekte «Waterfootprint Liechtenstein» sowie die «Liechtenstein Initiative» für eine Finanzssektorkommission gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel als Beispiele präsentiert. Gleichzeitig wies Botschafter Wenaweser auch auf bestehenden Handlungsbedarf, wie etwa im Bereich der Mobilität und der Biodiversität hin.

Ebenfalls Teil der liechtensteinischen Delegation war Claudia Fritsche, Vize-Präsidentin des Vereins für Menschenrechte in Liechtenstein. Sie vertrat die Anliegen der Zivilgesellschaft und würdigte in ihrer Rede insbesondere das grosse private Engagement zur Förderung der Nachhaltigkeit. Sie forderte auch eine breitere Bekanntmachung der SDGs im Inland sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren.

Schliesslich erhielt auch die Jugenddelegierte Valerie Nigg die Gelegenheit, die Anliegen der liechtensteinischen Jugend bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele zu präsentieren. Sie forderte Liechtenstein und die Staatengemeinschaft auf, mehr und konkretere Massnahmen insbesondere im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes umzusetzen und die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter zu gewährleisten. Sie forderte auch ein verstärktes Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit.

Am Rande des hochrangigen politischen Forums veranstaltete Liechtenstein zudem zusammen mit sieben weiteren Staaten eine gut besuchte Veranstaltung zur Rolle der internationalen Strafjustiz bei der Umsetzung von SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen).