Post prüft Klage erneut

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Nach Postdebakel mit CHF 25 Mio. Schaden

 

Die Post AG hat in der Zeit zwischen 2011 und 2015 mit dem Ankauf von zwei ausländischen Firmen mehr als 25 Mio. Franken verloren. Eine PUK hat das Debakel dann aufgearbeitet. Es wurde beschlossen, eine Klage gegen die damaligen Verwaltungsräte zu prüfen. Der neue VR hat aber von einer Klage gegenüber den vorherigen Organe der Liechtensteiner Post AG abgesehen. Auch die Regierung hat eine Klage durch das geschädigte Land Liechtenstein geprüft. Auch sie hat verzichtet.

Die FBP-Fraktion zweifelte an diesem Regierungsentscheid und forderte in der Landtagssitzung vom 9. November 2018 die GPK einzusetzen. Nun hat die GPK einen Bericht vorgelegt, worin sie der Liechtensteinischen Post AG empfiehlt, eine Klage gegen die ehemaligen Verwaltungsräte einzuleiten. Die Regierung hat sich vor der Sommerpause nochmals mit der Materie befasst und ihre Entscheidung vom September 2018 bestätigt, wonach es «seit dem letzten Herbst materiell keine neuen Erkenntnisse gegeben hat».

Wie nun Strunk, der Mediensprecher der Post AG mitteilt, wird sich der VR der Post AG nochmals mit der Klageerhebung befassen.  Dies nachdem die Regierung die Post aufgefordert habe, eine Stellungnahme zuhanden der GPK abzugeben. Diesen Sachverhalt bestätigte der Sprecher der Post AG gegenüber dem Liechtensteiner Vaterland. Dieser Aufforderung werde die Post AG unverzüglich nachkommen, erklärte Mediensprecher Strunk gegenüber Radio L.

Ob gegen die ehemaligen Verwaltungsräte der Post AG vorgegangen wird und sie wegen Schadenersatzforderungen angeklagt werden, kann nach den bisherigen Erkenntnissen, angezweifelt werden. Redaktion