Leserbrief von Sigmund Elkuch, Vaduz

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Ortsbusse

Um den Verkehrsfluss auf unseren Strassen in den Griff zu bekommen, ist es unabdingbar, in allen Gemeinden mindesten einen Orts-Bus zu installieren. Aber nicht einen Car, sondern einen kleinen Bus mit bis zu 9 Sitzplätzen. Dieser kann mit einem normalen Führerschein gefahren werden. (In wenigen Jahren gibt es dann Selbstfahrautos.)

Diese Fahrzeuge machen je nach Gemeindegrösse, alle 15, 20, oder 30 Minuten regelmässig und pünktlich ihre Runden. Es gibt keine Haltestellen, jeder kann auf Handzeichen überall ein oder aussteigen, ist Zubringer zu den Lie-Mobil Haltestellen. Diese Feinstverteiler sind fast wie Privatautos. Die Haltestellen der Lie-Mobile können stark reduziert werden und damit sind diese Busse auch schneller. Die Mitfahrten sind kostenlos, wie auch die Lie-Mobile gratis sind. Das Zusteigen wird damit auch flüssiger. Das ist keine Utopie, sondern wirkliche Zukunft.

Es gibt das hässliche Wort „Abwrackprämie“. Vorschlag: Es wird für die Abgabe der Nummernschilder eine Gutschrift von z. B. Fr. 2‘500.– erteilt und wenn man den Führerschein dazulegt, noch mal soviel. Der Bestand an Fahrzeugen wird damit bestimmt zurückgehen und somit auch der Stau. Aus dem Parkplatz macht man einen Spielplatz und aus der Garage einen Hobbyraum. Freude herrscht. Unser Landtag soll sich mal damit auseinandersetzen und ernsthaft prüfen.

Die 2 Millionen, welche die S-Bahn bei Zustimmung als jährliche Unterhaltspauschale zudem mindestens kosten wird, sind pro Person, vom Säugling bis zum Greis Fr. 50.– jedes Jahr, oder 166‘000 Fr. pro Monat für uns Steuerzahler. Welchem Einwohner ist die für uns Liechtensteiner an sich wertlose, aber über 70 Millionen kostende Pendlerbahn das wert? Mir nicht und den meisten Mitbewohner*Innen auch nicht.

Fortsetzung nächste Woche. (Sigmund Elkuch, St. Florinsgasse 18, Vaduz)