Trump verschiebt G7-Treffen auf September

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US-Präsident Donald Trump entsendet paramilitärische Truppen in US-amerikanische Städte.

 

Der amerikanische Präsident Donald Trump will das Treffen der G7-Staaten in Washington, das ursprünglich auf Juni geplant gewesen war, auf September verschieben.

Nachdem allerdings Bundeskanzlerin Angela Merkel Trumps Einladung ablehnte und zu verstehen gab, dass eine Teilnahme unter den gegebenen Bedingungen einer Pandemie nicht angeraten sei, liess Trump verlauten, das «G7-Format sei überholt». Er wolle deshalb für September auch Russland, Indien, Südkorea und Australien einladen.

Russland war bis 2014 Mitglied der Gruppe der wichtigsten Industrienationen der Welt. Seit der Annexion der Krim wurde der russische Präsident nicht mehr eingeladen. Trump sagte: „Ich glaube nicht, dass die G-7 richtig darstellen, was in der Welt vor sich geht.“

Trump telefonierte am Samstag mit Emmanuel Macron. Von Seiten Washingtons hiess es, sie hätten «Fortschritte bei der Einberufen der G7 diskutiert». Frankreichs Präsident hingegen brachte in seiner Erklärung zum Ausdruck, wie wichtig es sei, dass alle Staats-und Regierungschef der G7 am Treffen teilnehmen. Ohne Merkel könne so ein Gipfel nicht stattfinden.

Ob Trump bei seinem Vorstoss mit den anderen G7-Staaten abgesprochen hat, Russland einzuladen, ist nicht bekannt.