Eishockey: VEU mit bitterer Niederlage in der 85. Spielminute

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Die VEU musste gegen den HC Pustertal  Wölfe erneut in die Overtime. Diesmal gar zweimal. Und wiederum hatten die Südtiroler das bessere Ende für sich. Am Samstag folgt nun das sechste Spiel, das Feldkirch auswärts unbedingt gewinnen muss, um nicht aus der Serie im Kampf um den Meistertitel zu fallen. Im Bild (Mitte) Torschütze Winzig. Foto: Jürgen Posch 

Um die Serie nicht zu verlieren, bedarf es morgen Samstag eines Auswärtssieges im 6. Spiel

 

Ganze 17 Sekunden fehlten der VEU noch um den 3. Sieg der Serie in trockenen Tüchern zu haben. Erneut gelang den Pustertal Wölfen aber der Ausgleich knapp vor der Sirene und so musste erneut die Entscheidung in der Overtime fallen. Diesmal endeten die ersten zwanzig Minuten der Verlängerung torlos und so wurde ein fünfter Abschnitt angepfiffen. Dort fiel in der 85. Spielminute dann die Entscheidung zugunsten der Gäste aus Bruneck.

Begonnen hat das Match eigentlich nach dem Geschmack der Zuschauer in der Vorarlberghalle mit druckvollem Spiel der Heimmannschaft mit guten Chancen. Eine davon versenkte Diethard Winzig in der vierten Spielminute im Tor der Gäste. Auch danach waren die Feldkircher die spielbestimmende Mannschaft am Eis. Die Wölfe lauerten auf Konter. Entgegen dem Spielverlauf gelang den Gästen in der 15. Minute durch Toplegionär Jean-Francois Jacques der Ausgleich. So ging es auch mit dem 1:1 in die Pause.

Die zweiten zwanzig Minuten starteten mit dem ersten VEU-Powerplay. Gerade in Überzahl machte sich das Fehlen von Topscorer und Spielmacher Dylan Stanley stark bemerkbar. Zwei Minuten später schaffte der HCP durch Sean Ringrose die erstmalige Führung. Die Abwehr der Wölfe stand im zweiten Abschnitt felsenfest und obwohl die Feldkircher auch in diesem Abschnitt leichte spielerische Vorteile hatten, gelang der Ausgleich erst knapp vor dem erneuten Seitenwechsel. Nachdem man davor eine neuerliche Überzahl vergeben hatte war die VEU dann im dritten Powerplay erfolgreich. Marcel Witting traf auf Pass von Stefan Wiedmaier.

Geführt und wieder abgegeben

Der dritte Abschnitt war ein munteres Hin und Her und die beiden Mannschaften schenkten einander nichts. Vor allem die letzten neun Minuten hatten es in sich. In der 52. Spielminute staubte Diethard Winzig nach einem Schuss von Wiedmaier zur 3:2 Führung ab. Als dann Stefan Wiedmaier selbst mit einem Backhand Schlenzer Alexander Kinkelin düpierte und die Führung erhöhte, schien der Sieg in greifbarer Nähe. Doch wieder machten die Wölfe erneut mit einem Mann mehr und verwaistem Tor den Rückstand gut. Nachdem Andergassen den Anschlusstreffer erzielte und sowohl Kapitän Josi Riener als auch Marcel Witting die Chance auf ein Empty Net Tor vergaben, schoss erneut Sean Ringrose die Wölfe in die Verlängerung.

Die erste Verlängerung verlief torlos, die besseren Möglichkeiten hatte erneut die Heimmannschaft. Einmal rettete die Torumrandung die Südtiroler vor dem Gegentreffer. Die Entscheidung gelang dem Pustertaler des Abends, Sean Ringrose. Der Treffer war für Caffi, weil abgefälscht unhaltbar.

Nun muss am Samstag im Spiel 6 ein Auswärtssieg her, sonst ist die Serie verloren.

Headcoach Lampert zum Spiel: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, sie hat gekämpft und gut gespielt. Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft und hätten uns den Sieg verdient. Dass wir die Führung wieder nicht über die Zeit gebracht haben ist bitter, aber so ist der Sport. In der Overtime haben wir dann Pech gehabt mit einem Stangenschuss und einen unglücklichen Treffer bekommen.“

FBI VEU Feldkirch – HC Pustertal Wölfe 4:5 n.V. (1:1, 1:1, 2:2, 0:1)

Feldkirch, Vorarlberghalle, 2’380 Zuschauer, Donnerstag 15.03.2018
Torfolge: 1:0 Winzig (4), 1:1 Jacques (15), 1:2 Ringrose (24), 2:2 Witting (40), 3:2 Winzig (52), 4:2 Wiedmaier (54), 4:3 Andergassen (58), 4:4 Ringrose (60), 4:5 Ringrose (85)

Stand Best of Seven Serie: 2:3

 


Nächste Heimspiele in der Vorarlberghalle:

Falls nötig:
Dienstag 20.03.2018: FBI VEU Feldkirch – HC Pustertal Wölfe