Reaktionen zum Wahlausgang

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Brian Haas, Ruggell
Brian Haas, Ruggell

Ich habe den Wahltag gespannt erwartet und mitverfolgt. Der weitere Rückgang bei der Stimmbeteiligung sehe ich sehr kritisch. Ein Viertel der Bevölkerung nimmt das Privileg an Wahlen teilnehmen zu können, leider nicht wahr. Eine grosse Koalition ist meiner Meinung auch für die nächste Legislaturperiode die optimalste Koalitionsvariante. Wünsche mir, dass in den nächsten vier Jahren die grossen Projekte, wie die S-Bahn FL-A-CH oder ein SZU II, erfolgreich angegangen werden. Die Ressorts Bildung und Verkehr werden zentral für den Erfolg der Koalitionsregierung werden.

 

Daniela Büchel, Mauren
Daniela Büchel, Mauren

Mich überrascht es sehr, dass der Frauenanteil von 5 auf 3 Frauen zurückgegangen ist. Toll, dass er aber im Unterland gehalten wurde. Weiters zeigt mir der Wahlausgang, dass bei den Wählerinnen und Wählern ein Umdenken stattfindet und auch kleine Parteien immer mehr Zulauf finden. Dem neuen Landtag und der neuen Regierung wünsche ich gutes Gelingen!

 

 

Julian Oehri, Eschen
Julian Oehri, Eschen

Ich bin mit dem Wahlausgang im Grossen und Ganzen zufrieden. Allerdings hat die FBP einen grossen Verlust eingefahren und muss nun dringend über die Bücher – vor allem im Oberland, wo die Bürgerpartei hinter die VU zurückgefallen ist. Die Unabhängigen hingegen erfahren immer mehr Zulauf und ich könnte mir vorstellen, dass sie weiter zunehmen werden.

 

 

Lena Kindle, Triesen
Lena Kindle, Triesen

Ich bin mit dem Wahlausgang im Allgemeinen zufrieden. Sehr schade finde ich, dass es nur drei Frauen in den Landtag geschafft haben und alle weiteren Frauen, welche sich aufstellen liessen, sich nur auf den hinteren Plätzen wiedergefunden haben. Das ist ein Armutszeugnis!

 

 

 

Isabella Heeb, Triesenberg
Isabella Heeb, Triesenberg

Das Resultat ist für mich eher enttäuschend. Parteien in der Führungsverantwortung werden abgestraft und Oppositionsparteien werden unterstützt, ohne dass sie einen Leistungsnachweis erbracht hätten. Besonders enttäuscht bin ich persönlich aber über das schlechte Abschneiden der Frauen bei der Landtagswahl 2017. Ich bin überzeugt, bei vielen Sachthemen wäre genau deren Erfahrung und Wissen gefragt, nehmen wir nur die ausgewogene Förderung der verschiedenen Familienmodelle als Beispiel. Ich würde erneut die bewährte Koalition zwischen der FBP und der VU begrüssen. Machen wir keine Experimente, indem wir auf populistische Schlagworte hören, sondern setzen wir auf Kontinuität und zielgerichtete Sachpolitik.

 

Hansjörg Marxer, Schaan
Hansjörg Marxer, Schaan

Der Ausgang der Wahlen ermöglicht eine Weiterführung der bisherigen Koalition. Allerdings bedeutet die Bestätigung der Mehrheitsverhältnisse nicht eine vorbehaltlose Bestätigung der Politik der letzten Jahre. Ein Verlust von knapp 5% bei der Mehrheitspartei deutet doch auf eine Beunruhigung im Volk hin. Dieser Stimmenverlust muss ernst genommen werden und Kurskorrekturen zur Folge haben.

 

 

 

Roger Matt, Mauren
Roger Matt, Mauren

Ich bin grundsätzlich mit dem Wahlresultat zufrieden und sehr froh, dass der Wählerwille wiederum in erster Linie für stabile Regierungsverhältnisse in Liechtenstein sorgte. Der Hinzugewinn der Oppositionsparteien zeigt nebst dem Mehrheitswillen aber klar auf, dass viele Wähler in unserem Land nicht mehr vollumfänglich mit den Grossparteien und deren Gehabe einverstanden sind. Insofern sollte das Resultat von den Verantwortlichen in den Parteien Auftrag und Mahnung zugleich sein, um nicht am Willen des Wählers vorbei zu regieren. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass wir künftig ähnliche politische Verhältnisse wie im umliegenden Europa bekommen werden.

 

 

Jo Schädler, Bendern
Jo Schädler, Bendern

Die Politikverdrossenheit, welche durch Europa geht, hat nun auch vor Liechtenstein erneut nicht halt gemacht. Die Arroganz und der Hochmut der Altparteien und ihrer Koalitionen ist einmal mehr entlarvt worden und das Vertrauen in sie ist erneut gesunken. Sparen nur auf Kosten der Armen bei fehlenden Visionen für eine gesicherte Zukunft hat sich gerächt. Die Erfüllung seiner Wünsche nach greifbarer Sicherheit sieht der Bürger immer stärker in Alternativen.

 

 

Derya Kesci, Triesen
Derya Kesci, Triesen

Das Ergebnis der Landtagswahlen ist für mich besonders bezüglich des Abschneidens der Frauen sehr enttäuschend. Es kann doch nicht sein, dass in einem so zivilisierten und modernen Land wie Liechtenstein Frauen systematisch, egal welcher Partei sie angehören, gestrichen werden. Wir hatten hoch qualifizierte und kompetente Frauen auf den Listen und es wurden nur drei Frauen in den «hohen» Landtag gewählt. Das ist eine Schande. Es ist höchste Zeit, dass Frauen gefördert und unterstützt werden, auch von Frauen!

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