US-Wahlen: Immer mehr Republikaner wenden sich von Trump ab

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Der Machtkampf ums Weisse Haus zwischen Trump und Biden geht weiter.

Namhafte Republikaner wie der ehemalige Präsident George W. Bush oder der republikanische Gouverneur von Massachusetts, Charly Baker, wenden sich von Donald Trump ab. Sie anerkennen Bidens Sieg und die Reihe der prominenten republikanischen Befürworter wird täglich immer grösser. Sie brechen ihr Schweigen und wollen Trumps Spiel nicht mehr mitspielen.

Der ehemalige Berater Bushs, Karl Rove, schrieb in einem Kommentar im Wallstreet Journal, dass die Wahlresultate auch trotz Trumps rechtlicher Verfahren nicht aufgehoben werden würden. Für eine richterliche Aufhebung müsse Trump den Beweis erbringen, «dass ein systematischer Betrug vorliege und dass zehntausende Stimmen illegal seinen.» Bisher gibt es solche Beweise aber nicht. Mehr noch: Hochrangige US-amerikanische Wahlbehörden haben Nochpräsident Donald Trump mit seiner Klage wegen angeblichem Wahlbetrug abblitzen lassen. Sie sehen keinerlei Belege für Betrug bei der Präsidentschaftswahl. Die Wahl vom 3. November «ist die sicherste in der amerikanischen Geschichte» betonten die Vertreter von Behörden der US-Bundesregierung wie von Bundesstaaten am Donnerstag anlässlich einer gemeinsamen Erklärung.

Was bleibt ist die nagende Ungewissheit, wie sich Donald Trump in den nächsten Wochen bis zum Ende seiner Präsidentschaft am 31. Januar 2021 verhält. Er gewährt dem neuen Präsidenten Biden und dessen Stellvertreterin Harris keinen Zutritt zu wichtigen Agenden und glaubt fest daran, dass er auch in der nächsten Amtszeit weiterregieren könne. Biden habe sich die Präsidentschaft sozusagen erschlichen. Derweil hat heute die Volksrepublik China Biden und Harrison zur Präsidentschaft gratuliert.