Chancengleichheitspreis 2020 an Textimum

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Amt für Soziale Dienste.

Erster Preis für das Projekt „Geschichten
in Leichter Sprache“

 

Vaduz (ots) – Am 3. November 2020 wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des Chancengleichheitspreises 2020 im Rathaussaal in Vaduz ausgezeichnet. Um den 18. Chancengleichheitspreis konnten sich Projekte aus den Bereichen Behinderung, Alter, soziale Benachteiligung, sexuelle Orientierung, Migration und Integration sowie Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann bewerben.

Zehn Organisationen haben sich dieses Jahr mit ihren Projekten um den Chancengleichheitspreis beworben.

Erster Preis für „Geschichten in Leichter Sprache“

Der erste Preis mit dem Wanderpreis und einem zweckgebundenen Barpreis in der Höhe von CHF 15’000 geht dieses Jahr an Textimum für das Projekt „Geschichten in Leichter Sprache“.

Das gesamte Projekt „Geschichten in Leichter Sprache“ umfasst vier Teile – in Buchform. Dabei werden Menschen, welche eine Benachteiligung haben – sei es sprachlich, geistig oder durch einen Migrationshintergrund – in den Mittelpunkt gestellt. Ziel ist es, Brücken zwischen Menschen mit und ohne Benachteiligung zu bauen. Somit wird ebenfalls der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt. Die während des gesamten Projektes entstehenden Bücher sollen ganz selbstverständlich in den Bücherregalen zu finden sein. Genauso, wie auch alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Bildung, Religion, Beeinträchtigung – ganz selbstverständlich ihren Platz in der Gesellschaft haben.

Anerkennungspreise für die Flüchtlingshilfe und das
Clinicum Alpinum mit SOS-Kinderdorf

Die beiden Anerkennungspreise zu je CHF 5’000 gehen an das Projekt „Bistro on the run“ von der Flüchtlingshilfe Liechtenstein sowie an das Clinicum Alpinum in Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf für das Projekt „Mutter-Kind-Therapie“.

Ängste und Vorurteile gegenüber Asylsuchenden entstehen, weil oftmals wenig Kontakt und somit wenig Austausch mit den in Liechtenstein wohnhaften Menschen besteht. Es gibt fast keine Orte der Begegnung, die beiden Lebenswelten berühren sich oftmals nicht. Das Integrations- und Beschäftigungsprojekt „Bistro on the run“ der Flüchtlingshilfe setzt hier an.

Das Projekt „Mutter-Kind-Therapie“ vom Clinicum Alpinum in Zusammenarbeit mit dem SOS-Kinderdorf richtet sich an Familien, welche durch eine psychische Erkrankung der Mutter auf Grund von Schwangerschaft und/oder Geburt in eine belastende und schwierige Situation geraten sind. Die Behandlungsdauer für Frauen mit einer schweren peripartalen bzw. postpartalen Depression liegt bei acht bis zwölf Wochen. In dieser Zeit ist es für Mutter und Kind essentiell nicht voneinander getrennt zu werden, um eine starke Bindung aufbauen zu können. Hier ist eine familienorientierte Therapie die Lösung.