Freie Liste: Konsequent solidarisch mit den Ärmsten: 0.7% sind gefordert

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Mit vereinten Kräften, einer Petition und etwas Nachdruck seitens der Freien Liste ist es gelungen und die Medien haben es bereits vermeldet: Die Abgeordneten stockten diese Woche die humanitäre Hilfe um 1 Million Franken auf.

Der Landtag leistete somit der dringenden Empfehlung des Netzwerks für Entwicklungszusammenarbeit Folge und sprach umgehend einen einmaligen Betrag aus. Damit werden in den ärmsten Gebieten die Folgen der Pandemie abgemildert, es wird u.a. Not-und Wiederaufbauhilfe geleistet. Diese Investition wird sich letztlich für Liechtenstein klar lohnen: So werden z.B. weitere Ansteckungswellen verhindert und Fluchtbewegungen wird vorgebeugt. Das ist ein Erfolg für die Solidarität und für manche der Bedürftigen hoffentlich mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein.

Im Katastrophenfall beweist Liechtenstein ein grosses Herz für die Ärmsten. Wir müssen jedoch einen Schritt weitergehen und konsequent nachhaltige Hilfe leisten, damit die Armutsspirale in den Entwicklungsländern gestoppt wird. Das Ziel ist längst gesetzt. Die Freie Liste pochte deshalb im September-Landtag darauf, dass Liechtenstein seinen Verpflichtungen nachkommt, die Regierung soll die Ausgaben für die IHZE (Internationale Humanitäre Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe) auf jährlich 0.7 Prozent des Bruttonationaleinkommens erhöhen. Gemäss der letzten verfügbaren Zahl fliesst nur rund die Hälfte von dem Anteil, den wir verbindlich zugesagt hatten. Es ist ein kleiner Trost, dass die Aufwendungen anderer Länder auch ungenügend sind. Richtschnur unseres Handelns muss das Ziel 0.7 % sein. Das haben wir beschlossen und die Vereinten Nationen hatten dies bereits 1970 gefordert. Worte sind schön, Taten bewegen mehr als 1000 Worte.