Europa League: Vaduz scheidet sensationell aus

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Tunahan Cicek im UEFA Europa-League-Spiel FCV-Hibernians FC. Malta, 0-2, Rheinparkstadion, Vaduz am 27.8.2020. Foto: Michael Zanghellini.

0:2 (0:1) – Niederlage gegen
Hibernians FC aus Malta

 

Nach den vergangenen sehr erfolgreichen Wochen mit dem grandiosen Aufstieg des FC Vaduz in die Super League, kam heute in der 1. Qualifikationsrunde zur Europa League gegen Hibernians FC aus Malta ein böser Dämpfer. Die Truppe um Erfolgstrainer Mario Frick muss sich zur grossen Überraschung mit 0:2 (0:1) schon früh von der europäischen Bühne verabschieden.

Die Partie begann recht zäh, trotzdem hatte der FC Vaduz deutlich mehr Spielanteile, aber die Pässe kamen nur selten an. Die Malteser stellten eine Truppe, die kämpfte, teils aber auch hart einstieg., die mehr Feuer in sich hatte und je länger das Spiel dauerte, spürte, dass hier in Vaduz was zu holen ist.

Dabei steht ihnen auch noch das Glück zur Seite. Beim ersten Eckball durch Attard, kommt Almeida frei zum Kopfball, den Lüchinger vorerst auf der Linie noch abwehren kann, doch genau vor die Füsse von Degabriele, der aus elf Metern abdrückt. Erster Angriff, erstes Tor! Das haben sich die Vaduzer wirklich anders vorgestellt. Wer danach auf eine Reaktion von Vaduz hofft, sieht sich getäuscht. Es läuft an diesem Abend einfach nichts zusammen.

Auch in der Halbzeit kein Umschwung

Nach Seitenwechsel geht das Geschiebe im gleichen Stil weiter. Zuerst erhält einer der Gäste auf der Bank ROT, dann kommen die Malteser zum zweiten Mal vors Vaduzer Gehäuse und profitieren von einem Missverständnis zwischen Keeper Büchel und Gasser. Degabriele ist der Nutzniesser und es heisst 0:2 (56.). Wenig später wird dann auch noch Kristensen wegen seinem zweiten überharten Foul mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen (64.). Auch gegen zehn Mann bringt es der FCV nicht fertig, einen gescheiten Angriff zu lancieren. Die Mannschaft ist müde, man spürt es ihr förmlich an. In diese Hinsicht sind die Malteser agiler, frischer und spritziger.

Und am Ende ist der Sieg nicht einmal unverdient. Schade für den FC Vaduz, dass er nicht eine Runde weitergekommen ist.

Nun können sich die Mannen um Trainer Frick auf die Super League vorbereiten, die am 19.September beginnt.

 

TELEGRAMM

FC Vaduz – Hibernians FC /Malta 0:2 (0:1)

Stadion: Rheinparkstadion
Zuschauer: wegen Corona-Pandemie keine zugelassen
Schiedsrichter: Luis Teixeira (POR)
FC Vaduz: Büchel; Gasser, Schmid, Simani; Dorn (75.Di Giusto), Lüchinger (67.Milinceanu), Wieser, Santin (67.Hug); Cicek; Coulibaly, Sutter
Hibernians FC: Cremona; Z. Grech, Agius, Almeida, Izquier; J. Grech, Attard (70.Uzeh), Kristensen; Shodiya (75.Desira), Wilkson (63.Winchester), Degabriele
Tore: 34.min. 0:1 Degabriele, 56.min.0:2 Degabriele,
Verwarnungen: J. Grech(40.),Kristensen (42./64,ROT), Sanderra (80.), Cremona (85.), Coulibaly (89.)

Wieser Sandro in Aktion beim UEFA-Europa-League-Spiel am 27.8.2020 gegen Hibernians FC, Malta. Foto: Michael Zanghellini.