Steve Heeb mit Topleistung bei den Zürich Open

209

Am vergangenen Wochenende erreichte der Schaaner Steve Heeb bei den Zürich Open den neunten Rang. Das Turnier war mit 110 Teilnehmern komplett und hochkarätig besetzt.

Mehrere Top-Stars, Welt- und Europameister aus zehn verschiedenen Ländern waren dieses Jahr bei den Zürich Open gemeldet. Von Donnerstag bis Samstag konnten sich in den Gruppenspielen pro Gruppe je zwei Spieler für das Finaltableau am Sonntag mit 48 Teilnehmern qualifizieren.

Im ersten Spiel traf Heeb auf den Senioren Europameisterschafts-Medaillengewinner Ayas Murat. Der Schaaner konnte dieses Spiel mit 5:2 für sich entscheiden. Ein Auftakt nach Mass in die Gruppenspiele. Weitere souveräne Siege fuhr er gegen Peter Graf (5:3), Denis Tièche  (5:1) und Marius Ciuariu (5:3) ein. Mit vier Siegen in vier Spielen gewann Heeb seine Gruppe somit klar.

Im ersten Spiel am Sonntag lief aber gar nichts mehr zusammen. Gegner Frank Wagenmann hatte Glück und wenn bei Heeb etwas schieflaufen konnte, lief es auch schief. Nach 20 Minuten lag Heeb bereits mit 1:5 im Rückstand. Er kämpfte sich dann auf 3:6 zurück und war auf bestem Weg zum 4:6, als er sich auf die zweitletzte Kugel verstellte und sein Gegner die Partie anschliessend mit 3:7 beenden konnte.

Im Hoffnungslauf war der Weg nun sehr weit bis zu den letzten 16 welche im direkt K.O ausgespielt wurden. Die erste Partie im Hoffnungslauf beherrschte Heeb von Anfang an und konnte sich mit einem 6:3 Sieg gegen den Nordmazedonier Alen Nasufi durchsetzen. Anschliessend traf Heeb auf den Lokalmatador Adi Kukic. Auf dem gleichen Tisch wie im ersten Spiel war nun das Glück aufseiten des Schaaners. Er konnte mit 6:3 gewinnen. Im Aufstiegsspiel für die letzten 16 traf Heeb auf den ehemaligen Schweizermeister Adolf Hardegger aus Salez. In einem intensiven Spiel konnte Heeb aus der Not heraus beim Stand von 5:5 eine Kugel lochen und hatte alles in der Hand, um die Partie für sich zu entscheiden. Jedoch verstellte er sich auf die viertletzte Kugel und verschoss sie. Ohne jede weitere Hoffnung, die letzten 16 noch zu erreichen, staunte er nicht schlecht als Routinier Hardegger die zweitletzte Kugel im Loch liegen liess. Heeb profitierte und war nun unter den letzten 16 und bereits fix im Preisgeld. Im Achtelfinale musste der Schaaner gegen den Deutschen Topspieler Marcel Nottebaum ran. In den ersten beiden Games konnte Heeb seine Chancen zur Führung nicht nutzen und sah sich kurz darauf mit 0:5 im Hintertreffen. Den Ehrenpunkt zum 1:5 markierte er noch, ehe Nottebaum dann die Partie mit 7:1 für sich entschied.

Somit erzielte Heeb von 110 Teilnehmern schlussendlich den hervorragenden 9. Platz. Eine starke, wenn nicht gar die beste Leistung des Schaaners in seiner bislang 8-Jährigen Kariere.

Das Turnier gewann der tschechische Profi Roman Hybler im Finale gegen Dimitri Jungo, der ebenfalls den Profis zuzurechnen ist.