Liechtenstein nimmt am Klimaverträglichkeitstest 2020 teil

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In ihrer Sitzung vom 3. März 2020 hat die Regierung beschlossen, dass das Land Liechtenstein an den koordinierten Klimaverträglichkeitstests (PACTA 2020) teilnimmt und das extern verwalteten Vermögen des Landes prüft lässt.

Die liechtensteinische Banken, Vermögensverwalter, Pensionskassen und Versicherungen haben ebenfalls die Möglichkeit, ihre Finanzanlagen im Rahmen von PACTA 2020 auf ihre Klimaverträglichkeit zu überprüfen. Die Koordination für liechtensteinische Finanzinstitute erfolgt über das Ministerium für Präsidiales und Finanzen (MPF).

Im Jahr 2017 haben das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) in der Schweiz erstmals Pilottests zur Analyse der Klimaverträglichkeit von Finanzportfolien initiiert. Im Jahr 2020 wird ein weiterer, international koordinierter Klimaverträglichkeitstest unter dem Titel „PACTA 2020“ durchgeführt, für Pensionskassen, Versicherungen und neu auch für Vermögensverwalter und Banken (PACTA steht für Paris Agreement Capital Transition Assessment).

Durch die Anwendung des Klimaverträglichkeitstests sollen Finanzinstitute eine Standortbestimmung erhalten, inwieweit ihre Produktangebote und Investitionen einem klimaverträglichen Zielpfad entsprechen. Eine Analyse ist für globale Aktien und Unternehmensobligationen möglich. Auch qualitative Aspekte wie der Dialog von Investoren mit Firmen (Engagement) können mitberücksichtigt werden. Die Teilnehmenden erhalten zudem eine Vergleichsmöglichkeit mit weiteren Teilnehmenden. Eine Teilnahme erfolgt anonym, ist freiwillig und kostenlos. Aus Sicht des MPF stellt PACTA 2020 für die Teilnehmer eine sehr gute Gelegenheit dar, kostenlos und mit geringem Aufwand wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich der Klimaverträglichkeit der Finanzanlagen zu erhalten.