Der «Wingertesel» macht keine halben Sachen

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Nicolaus Ruther, Katja Nigsch, Hansjörg Frick, Cilly Marxer, Heinrich Senti und Claudia Bartholdi.

Der Schaaner «Wingertesel» ist nicht nur die beste und schönste, sondern auch die grosszügigste Fasnachtszeitung des ganzen Landes. Jedes Jahr spendet die Redaktion zum Beginn der närrischen Zeit am 11.11. genau 1111,11 Franken an eine gemeinnützige Organisation in Liechtenstein.

Die politischen Stürme der Zeit gehen auch an den Redaktionsmitgliedern und -mitgliederinnen* nicht spurlos vorbei und beeinflussen die immer im September stattfindende Diskussion, wer von der Spende profitieren soll. Für Frauen gibt es die FBP-Frauen, die Frauenunion, das Frauenhaus, die Informations- und Beratungsstelle für Frauen (infra), den Verein Frauen in guter Verfassung und das Frauennetz. Ausserdem setzen sich die Projekte Vielfalt in der Politik, Hoi Quote und HalbeHalbe für die Belange und die bessere Vertretung von Frauen ein. Im Sinne der verfassungsmässig verankerten Gleichbehandlung aller Geschlechter hat sich das Wingertesel-Team entschieden, in diesem Jahr den Verein für Männerfragen mit der Zuwendung zu unterstützen.

Um das nötige mediale und quasi halbehalbe Gleichgewicht der Geschlechter auch optisch wiederzugeben, haben sich die Damen des «Wingertesels» aus Redaktion, Korrektorat und Grafik anerboten, die Spende an Vereinspräsident Hansjörg Frick zu überreichen.

«Häsch no än?»
Ab dem 13. Februar können sich Liechtensteins Fasnächtler wieder davon überzeugen, dass der «Wingertesel» nicht nur karitativ, sondern auch publizistisch keine halben Sachen macht. Die Redaktion gibt ihr Bestes, dass kein Fehltritt unaufgedeckt bleibt und die legendären Karikaturen von Erich Bieri sind wie immer das Sahnehäubchen auf der gelben Zeitung. Wer auch noch eine Geschichte hat, die unbedingt in den Wingertesel muss, soll diese an wingertesel@gmail.com senden.