Europa League: Unglückliche Vaduzer Niederlage

350
Der FC Vaduz verlor zwar in Ungarn knapp mit 1:0, zeigte aber das bisher beste  Saisonspiel und hätte aufgrund der guten Leistung ein Unentschieden verdient gehabt. Die Chancen fürs Rückspiel sind aber - auch ohne Auswärtstor - gar nicht so schlecht.

 

Der FCV mit tollem Auftritt und einer
knappen 1:0-Niederlage in Ungarn

 

Das war eine tolle Leistung, die der FC Vaduz heute Abend beim ungarischen Profiverein Mol Fehervar FC aus der höchsten Spielklasse im Rahmen der Europa-League-Qualifikation zeigte.

Die 1:0-Niederlage schmerzt umso mehr, weil man mindestens ein Unentschieden verdient gehabt hätte und sich Mol Fehervar FC nicht als die erwartet überirdische Hürde zeigte.

Der Treffer zum 1:0 fällt bereits nach gut vier Spielminuten nach einem Abwehrfehler in der FCV-Deckung. Stipora heisst der Goldschütze und es ist der erste Eckball für die ungarischen Gastgeber, den der ex-Bundesligaspieler Huszti tritt. Der Torschütze kam ungehindert zum Kopfball und zum Treffer.

Danach brauchte Vaduz einige Zeit, um sich wieder zu fangen. Aber bereits nach einer Viertelstunde zeigen die Liechtensteiner Vertreter einige erfrischende Spielzüge über die Flügel.  Zweimal flankt Schwizer, doch sein Abnehmer Dorn steht im ersten Fall ganz knapp im Offside und beim zweiten Mal kann Linksverteidiger Stopira den Ball im letzten Moment abblocken. In einer anderen Situation kann der ungarische Goali Kovacsik im allerletzten Moment eingreifen. In der 41.min. folgt dann eine klare Fehlentscheidung des norwegischen Schiris, als FCV-Mittelstürmer Cicek im Strafraum regelrecht von Elek umgerannt wird, der Schiedsrichter aber nach längerer Überlegung weiterlaufen lässt.

Chancen da, aber nicht die Effektivität

In der zweiten Halbzeit bläst der FCV zur Operation Ausgleich. Ein Auswärtstor musste her, um die Chancen fürs Rückspiel zu steigern. Vaduz erspielt sich einige gute Möglichkeiten, bringt aber den Ball nicht über die Linie. Dabei muss die Deckung mit den Gegenstössen von Fehervar höllisch aufpassen. So kann der FCV-Torhüter Benni Büchel einen Milanov-Schuss abwehren. Und auch gegen den Torschützen Stopira ist der Vaduzer Schlussmann auf dem Posten. Der ungarische Pokalsieger und Vizemeister Mol Fehervar FC blieb aber im Grossen und Ganzen als eines der stärksten ungarischen Teams vieles schuldig.

Die Frick-Elf darf auf die gezeigte Leistung stolz sein und dem Rückspiel mit grossem Optimismus entgegenblicken. Mit dem 1:0 ist der Weg für ein Weiterkommen völlig offen. Dann würde Eintracht Frankfurt und das grosse Geld warten. Was für eine Vorstellung.

 

TELEGRAMM

Stadion: Pancho Arena, Felcsùt
Schiedsrichter: Kai Erik Stehen (NOR)
Zuschauer:
Fehervar: Kovacsik; Fiola, Juhasz, Elek, Stopira; Nego, Nikolov, Hadzic, Huszti; Scepovic, Milanov
Vaduz: Büchel; Sülüngöz, Schmid, Simani; Dorn, Prokopic (71.Gaijic), Wieser, Antoniazzi (83.Göppel); Cicek, Sutter (66. Coulibaly), Schwizer
Tor: 5.min. 1:0 Stopira
Verwarnungen: Prokopic (43./Reklamieren), Sutter (45./Foul), Dorn (62./Foul), Simani (80.)
Bemerkungen: Gajic wird geschont, Sandro Wieser nach Zahn-OP zurück, 12 Schlachtenbummler aus Liechtenstein in Ungarn dabei; SR Stehen aus Norwegen verweigert dem FCV einen klaren Foul-Elfmeter