Liechtenstein eröffnet Honorarkonsulat in London

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Regierungsrätin Aurelia Frick, Honorarkonsulin I.D. Gräfin Adelheid Coudenhove-Kalergi, Prinzessin von und zu Liechtenstein, Landtagspräsident Albert Frick

Am Mittwoch, 15. Mai eröffnete Regierungsrätin Aurelia Frick im Beisein von zahlreichen Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft und Kultur das neue liechtensteinische Honorarkonsulat in London. Als Honorarkonsulin wurde I.D. Gräfin Adelheid Coudenhove-Kalergi, Prinzessin von und zu Liechtenstein ernannt.

I.D. Gräfin Adelheid Coudenhove-Kalergi ist liechtensteinische Staatsangehörige. Sie verbrachte einen Teil ihrer Schulzeit in England und arbeitete nach Abschluss ihres Wirtschafts- und Rechtstudiums im Finanzdienstleistungsbereich u.a. in Liechtenstein. Seit über 10 Jahren lebt sie in London. „Ich freue mich sehr, dass wir für diese wichtige Funktion eine so qualifizierte, gut vernetzte Person mit starkem Liechtenstein Bezug finden konnten,“ hielt Regierungsrätin Frick in ihrer Eröffnungsrede fest.

Das Vereinigte Königreich (UK) ist die zweitgrösste Volkswirtschaft im EWR und ein bedeutender Exportpartner Liechtensteins. Mehrere liechtensteinische Unternehmen sind in UK vertreten. Sowohl Liechtenstein als auch UK profitieren von der engen wirtschaftlichen Verflechtung über den EWR. Mit dem Austritt von UK aus der EU bzw. dem EWR sind die Beziehungen auf eine neue rechtliche Grundlage zu stellen. Das Honorarkonsulat soll durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Reputationsmanagement das Liechtenstein-Bild in UK verbessern und eine stärkere Vernetzung mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur erreichen. Dies stellt eine wertvolle Unterstützung bei der rechtlichen Gestaltung der zukünftigen Beziehungen zwischen Liechtenstein und UK dar. Die Aktivitäten der Honorarkonsulin werden sich in erster Linie auf London als globales Finanz- und Dienstleistungszentrum sowie als politisches und kulturelles Zentrum von UK konzentrieren.

Der Empfang bot Gelegenheit zu einem Austausch mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Es waren u.a. zwei Minister – aus dem Aussenministerium und dem Brexit-Ministerium – sowie mehrere Mitglieder des Ober-und Unterhauses anwesend. Aurelia Frick nutze den Aufenthalt in London zudem für ein Treffen mit Lord Ahmad of Wimbledon, Staatsminister im Aussenministerium. Die beiden Minister tauschten sich über gemeinsame Prioritäten im Rahmen der UNO wie den Kampf gegen moderne Sklaverei und den Syrien Mechanismus aus.