Der Wert der Aussenpolitik

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Aurelia Frick zu Liechtensteins
Aussenpolitik

450‘000 Gulden habe es die Fürsten von Liechtenstein vor 300 Jahren gekostet, die Souveränität des Landes zu erlangen – eingeschlossen der Kauf der Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg und die Kosten für die diplomatischen Aufwände. Eine riesige Summe für die damalige Zeit, wie Aussenministerin Aurelia Frick in einem Vortrag im Gasthof Löwen in Vaduz veranschaulichte. Betrachte man die glückliche Entwicklung Liechtensteins in diesen drei Jahrhunderten aber sicherlich eine Investition, die sich gelohnt habe.

Dass die Aussenpolitik auch heute viel Geld koste, sei unumstritten. Inklusive der Kosten für internationale Mitgliedschaften wie jene im Europäischen Wirtschaftsraum mache die Diplomatie aber nur rund fünf Prozent des Staatshaushalts aus. „Die Ausgaben für Reisespesen und Repräsentationen, die gerade im vergangenen Herbst für Debatten gesorgt haben, betragen dabei nur rund eine Million Franken. Dies ist natürlich immer noch viel Geld“, sagte Aurelia Frick. Angesichts dessen, was der gesamte aussenpolitische Apparat für Liechtenstein und seine Reputation leiste, sei dies aber eine vertretbare Summe, ist Regierungsrätin Frick überzeugt.