Operation «PANGEA XI»

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Liechtenstein beteiligt sich an internationaler Aktionswoche gegen illegalen Heilmittelhandel

Die von Interpol koordinierte internationale Aktionswoche PANGEA hat zum Ziel, den illegalen Heilmittelhandel über das Internet zu bekämpfen. Zudem soll die Öffentlichkeit für die Risiken solcher Produkte sensibilisiert werden. Dieses Jahr wurde die Aktion zum 11. Mal durchgeführt.

Weltweit werden jedes Jahr im Rahmen der Operation PANGEA Online-Angebote sowie Lieferungen gefälschter und illegaler Arzneimittel verfolgt, um Hersteller und Händler zu identifizieren und aus dem Verkehr zu ziehen. Weltweit prüften die Behörden von 62 Ländern ca. 1 Mio. Sendungen, von denen ca. 500’000 beschlagnahmt wurden, überwiegend Erektionsförderer. In diesem Jahr wurden zudem weltweit 3’671 Webseiten mit illegalen Online-Angeboten geschlossen, 859 Personen verhaftet und 33 kriminelle Organisationen identifiziert.

In der Schweiz kontrollierten die zuständigen Behörden mehr als 1’000 Sendungen, die Medikamente enthielten. Dabei beteiligte sich auch das liechtensteinische Amt für Gesundheit zusammen mit dem Schweizerischen Zoll, dem Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic und der Stiftung Antidoping Schweiz. Von den kontrollierten Sendungen aus dem Ausland wurden 304 als nicht gesetzeskonform eingestuft und folglich beschlagnahmt. Damit ist die Zahl gegenüber den früheren Jahren deutlich angestiegen. Über 80% der beschlagnahmten Arzneimittel waren Erektionsförderer.