Reisekosten: Kein Ruhmesblatt!

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Aussenministerin Aurelia Frick spricht vor der UNO Generalversammlung in New York. 

Wie Liechtensteins Politik
zum Gespött wurde 

Jährlich nimmt unser Land rund 800 Millionen Schweizerfranken an Steuern und Abgaben ein. Für einen Kleinstaat, der nicht einmal so gross ist wie Dornbirn, eine immense und mit keinem Land dieser Erde von der Grösse her betrachtet, vergleichbare Summe. Auch wenn es letztlich nicht um die Summe von CHF 80.000 bei der Ablehnung des Landtags für einen Nachtragskredit gegangen ist, so hat die Rückweisung ein mehr als schlechtes Licht auf Liechtenstein im Ausland geworfen.

Es kann doch nicht sein, dass man einer Aussenministerin, die hervorragende Arbeit für unser Land an vorderster Front auf internationaler Bühne leistet und geleistet hat, eine lächerliche Summe für wertvolle Kontakte im Ausland verwehrt. Mit 14:11 Stimmen ist der Nachtragskredit bachab geschickt worden. Um diesen peinlichen Auftritt zu ersparen, hätten – wie es in den letzten Jahren immer üblich war – die Regierungsmitglieder einander im Gesamt-Reisebudget aushelfen können, um die Position für Regierungsreisen von rund 680.000 Franken nicht zu überschreiten. Aber es scheint fast so als würde es im Regierungskollegium nicht mehr so richtig funktionieren.

Dass sich nun das Aussenministerium von Luxemburg anerbot die Reisekosten für Aurelia Frick zu übernehmen ehrt sie zwar persönlich und ist auch gut gemeint, aber ein Schlag ins Gesicht unserer Politikergilde. Denn erst als dieses Entgegenkommen von Luxemburg bekannt wurde, hat sich der Regierungschef bemüssigt gefühlt, für seine Parteikollegin einen Weg zu finden. Das hätte die Gesamtregierung vorher überlegen und auch tun sollen, um nicht zum Gespött in ganz Europa zu werden. Redaktion