Mücken-Invasion: Bis jetzt nur Buschmücke in Liechtenstein nachgewiesen

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Die asiatische Tigermücke konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden, deren Einschleppung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Foto: Asiatische Tigermücke, Copyright Picture Alliance, Frankfurt/Main.

 

Monitoring von invasiven Stechmücken

 

Vaduz – In der Schweiz wurden bisher drei invasive Mückenarten beschrieben: die Asiatische Tigermücke, Aedes albopictus, die Asiatische Buschmücke, Aedes japonicus und Aedes koreicus. Alle drei Arten stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum und wurden in Europa eingeschleppt.

Problematisch an den Mückenarten ist, dass diese potentiell Krankheiten übertragen und heimische Mückenarten verdrängen können sowie lästiger als heimische Mücken sind, da sie auch tagsüber aktiv sind. In Liechtenstein wurde 2017 durch das Amt für Umwelt erstmals ein Monitoring invasiver Stechmücken durchgeführt, um festzustellen welche Arten in welcher Dichte in Liechtenstein vorkommen.

Nur eine Art in Liechtenstein mit Sicherheit nachgewiesen

Zum Aufspüren dieser Mückenarten wurden über den ganzen Talraum an 41 Standorten  Eiablagefallen (Ovitraps) aufgestellt, welche über den Sommer alle zwei Wochen kontrolliert wurden.  Ein Drittel davon wurde im Siedlungsgebiet aufgestellt, ein weiteres Drittel in Waldnähe, wo die Wahrscheinlichkeit des Aufspürens der Buschmücke am Höchsten ist und das letzte Drittel an Orten mit internationalem Verkehr, wo die Wahrscheinlichkeit der Einschleppung der Tigermücke am Höchsten ist.

Mit den im 2017 durchgeführten Erhebungen konnte lediglich die Anwesenheit der Buschmücke in Liechtenstein nachgewiesen werden.

Diese ist jedoch schon weit verbreitet und lokal auch in relativ hohen Dichten anwesend. Die asiatische Tigermücke konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden, deren Einschleppung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Für das Jahr 2018 ist ein Monitoring der potentiellen Eintrittspforten der Tigermücken (Orte mit viel internationalem Verkehr) geplant, da eine rasche Aufspürung dieser Art unabdingbar ist, um deren Verbreitung einzudämmen. Zudem wird geprüft, ob die horizontale Verbreitung der Asiatischen Buschmücke genauer untersucht werden soll. Der Abschlussbericht zum Monitoring invasiver Stechmücken 2017 steht auf der Homepage des Amts für Umwelt zum Download zur Verfügung: https://www.llv.li/#/1163/neobiota (Oliver Müller)