USA zur grössten Steueroase der Welt avanciert!!

An der Wall Street brachen die Kurse auch am Mittwoch ein..

 

Sie werben unverfroren um Schwarzgeld

Die Amerikaner sind die lachenden Dritten. Denn viele Länder haben sich aus dem Geschäft mit der Steuerflucht zurückgezogen, so auch Liechtenstein mit der vielgepriesenen „Weissgeldstrategie“. Davon profitieren jetzt die USA, die jahrelang Schweizer Bankinstitute wegen Beihilfe zur Steuerflucht mit Milliarden-Bussgeldern belegt hat, nun aber selber als „Hort für undeklarierte Vermögen“ sich auszeichnet, wie die NZZ am 14. August schreibt.

Die EU hat diesem US-Treiben jahrelang tatenlos zugesehen und nichts unternommen. Dafür ist sie auf die eigenen Mitgliedsländer oder assoziierte Staaten hergefallen und hat indirekt den USA Schützenhilfe geleistet. Dasselbe gilt auch für die OECD.

Das Verstecken undeklarierter Vermögen mit der Einführung des automatischen Informationsaustausches (Liechtenstein schon ein Jahr früher wie andere Staaten, weil man ja unbedingt den Musterschüler spielen will und dafür dann doch wieder auf eine schwarze Liste gesetzt wird), wird sehr schwer werden.

Die NZZ schreibt dazu: „Doch ausgerechnet die USA, die sich für Steuertransparenz eingesetzt hatten, setzten das Prinzip bis auf weiteres NICHT um. Mit der „Foreign Account Tax Compliance Act, Fatca“ hat Washington lediglich sicher gestellt, einseitig Informationen aus dem Ausland zu bekommen. Das bringt den USA Vorteile im Wettbewerb um ausländische Vermögen.

Es sei kein Geheimnis, dass US-Banken, vor allem in Miami, von undeklariertem Geld überschwemmt werden, schreibt Peter Cotorceanu, Anwalt bei der Zürcher Kanzlei Anaford, in einem Fachjournal.

Pervers und ironisch

„Wie ironisch – nein, wie pervers -, dass die USA, die scheinheilig Schweizer Banken verurteilten, zum Bankgeheimnis –Territorium des Tages geworden sind. „ Bisher mussten Schweizer Banken in den USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung Bussen von total 5,8 Milliarden Dollar zahlen.

UIS-Vermögensverwalter würden zum Teil unverhohlen auf den für sie entstandenen Standortvorteil hinweisen. Gregory Crawford, Präsident der Trust Company of Nevada, ein Genfer Anwalt, gibt offen zu, dass die Entwicklung “meinem Geschäft wesentlich geholfen hat”, schreibt er in der NZZ.

Denn in einigen US-Gliedstaaten können Stiftungen so aufgesetzt werden ,dass der wirtschaftlich Berechtigte anonym bleibt. Das ermöglich prinzipiell Steuerhinterziehung!

Die Trust Company of Nevada schaltet Anzeigen, in denen Stiftungen mit folgenden Schlagworten beworben werden: Vermögensschutz, Privatsphäre, Möglichkeit von Steuerersparnissen. Auch in anderen Gliedstaaten der USA boomt das Geschäft mit Trusts. Alleine in South Dakota verwalten diese mittlerweile 226 Milliarden Dollar!

Es wäre Sache der OECD, die weltweite Einhaltung der beschossenen Standards zu prüfen. Aber auch die OECD getraut sich nicht, wie auch nicht die EU u/o deren Mitgliedsstaaten gegen die USA etwas zu unternehmen. Und Liechtenstein: Es ist nur ein Samenkorn in diesem grossen Haufen und hat international nichts, aber auch gar nichts zu melden. Nur ist diese Erkenntnis (noch) nicht zu allen, die dafür die Verantwortung tragen, durchgedrungen.