Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni in Nordrhein-Westfalen: Wirtschaft, Klimaschutz und Europa im Fokus

Vaduz (ots) – Regierungschefin-Stellvertreterin und Aussenministerin Sabine Monauni besuchte am 8. und 9. Oktober Nordrhein-Westfalen. Im Zentrum des Besuchs standen politische Gespräche zu den engen wirtschaftlichen Verflechtungen mit Liechtenstein sowie zu gemeinsamen Herausforderungen in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und Europapolitik.

Nordrhein-Westfalen ist mit rund 18 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland und mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 909 Milliarden Euro eine der bedeutendsten Wirtschaftsregionen Europas. Die Beziehungen zu Liechtenstein sind dabei nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich eng. So verbindet die thyssenkrupp Presta AG in Eschen Liechtenstein unmittelbar mit dem Mutterkonzern thyssenkrupp in Essen. Die Hilcona AG betreibt in Bad Wünnenberg einen Produktionsstandort, und auch weitere liechtensteinische Unternehmen wie Hilti sind auf dem nordrhein-westfälischen Markt stark präsent.

«Nordrhein-Westfalen und Liechtenstein sind wirtschaftlich enger miteinander verbunden, als es die unterschiedlichen Grössen unserer Länder vermuten lassen.

Wir haben ein gemeinsames Interesse an wettbewerbsfähigen Unternehmen, verlässlichen Rahmenbedingungen und einem starken europäischen Wirtschaftsraum», betonte Regierungschefin-Stellvertreterin Monauni.

Ein Schwerpunkt der Gespräche lag auf der Transformation des Wirtschafts- und Industriestandorts. Nordrhein-Westfalen steht wie Liechtenstein vor der Aufgabe, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz zusammenzubringen. Der Umbau energieintensiver Industrien, der Ausbau erneuerbarer Energien, neue Technologien sowie sichere und diversifizierte Lieferketten waren deshalb zentrale Themen des Austauschs. Nordrhein-Westfalen verfolgt dabei das Ziel, seine starke industrielle Basis weiterzuentwickeln und gleichzeitig bis 2045 treibhausgasneutral zu werden.

Gespräch mit Umweltminister Krischer

Mit Umweltminister Oliver Krischer tauschte sich Monauni insbesondere über aktuelle Herausforderungen im Umwelt- und Klimaschutz aus. Themen waren unter anderem die Anpassung an den Klimawandel, der Schutz natürlicher Ressourcen und die Frage, wie hohe Umweltstandards mit leistungsfähigen Infrastrukturen und raschen Verfahren verbunden werden können. Beide Seiten betonten, dass wirtschaftliche Stärke, Innovation und Klimaschutz gemeinsam gedacht werden müssen. Gerade vor dem Hintergrund der engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Liechtenstein und Nordrhein-Westfalen besteht hier ein besonderes gemeinsames Interesse.

Im Gespräch mit Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Medien sowie Chef der Staatskanzlei, standen die europäische Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und wirtschaftliche Sicherheit im Vordergrund. Beide Länder betonten ihren Beitrag für ein sicheres und souveränes Europa vor den bestehenden Herausforderungen sowie ihre Solidarität mit der Ukraine. Besprochen wurde auch die Bedeutung eines funktionierenden europäischen Binnenmarkts. Liechtenstein ist über den EWR eng in den Binnenmarkt eingebunden und teilt mit Nordrhein-Westfalen das Interesse an einem wirtschaftlich starken und handlungsfähigen Europa.

Ergänzt wurde das politische Programm durch Besuche beim Weltraumkommando der Bundeswehr in Uedem sowie bei der Deutschen Telekom in Bonn. Dort informierte sich Monauni über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Sicherheit, internationale Kooperationsmöglichkeiten und widerstandsfähige Infrastruktur.

 


BILD: Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Medien sowie Chef der Staatskanzlei empfängt Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni zu einem Gespräch. (Quelle: Staatskanzlei NRW) u.IKR.


 

 

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