Leserbrief von: Die Zoomer, – Karlheinz Ospelt,  Gert Risch, Lorenz Benz, Viktor Büchel, Hans-Werner Ritter, Normann Marxer, Cyril Deicha, Fritz Ospelt, Adi Noventa

Zweimal hat die Bevölkerung einem Neubau Landespitals zugestimmt – 2019 mit über 56 Prozent und 2024 mit knapp 54 Prozent! Gemäss einer Anfrage im Landtag bleibe der seit 2025 verfügte Baustopp der heutigen Regierung bis Ende Herbst bestehen.

Wie bitte? Sind Regierung und Landtag nicht in der Lage den Volkswillen endlich umzusetzen? Die Kosten seien das Problem. Bei welcher Landesbaute ist das nicht so? Aber bei allen anderen Bauten ist man grosszügig mit Nachtragskrediten und kreativen Lösungen. Beim SZU II wurde ein Nachtragskredit beschlossen, bei der Landesbibliothek waren es gleich mehrere. Als der Landtag bei der Landesbibliothek einen Schlussstrich ziehen wollte, organisierte die Regierung Sponsoren in Form der Gemeinde Vaduz und Privaten. Soll auch hier ein Altbau für weitere Jahrzehnte das Aushängeschild der Liechtensteinischen Politik werden, weil man unfähig ist, innert nützlicher Frist ein neues Spital zu errichten, das der Bevölkerung wie seit über 100 Jahren als Rückgrat des Gesundheitssystems dient?

Ob es beim Landesspital überhaupt einen weiteren zusätzlichen Kredit braucht, wird seit Frühling 2025 untersucht. Neu sind gar Abklärungen für den weiteren Betrieb des heutigen, bald 50-jährigen Krankenhauses Vaduz geplant.

Die Regierung redet von Sicherheit als zentraler Staatsaufgabe und von steigenden Gesundheitskosten. Das wichtigste Teilstück, das Landesspital, wird aber kaum thematisiert, obschon ein eigenes Spital für Liechtenstein volkswirtschaftlich von unschätzbarem Wert ist. Dieser Mehrwert wird von Experten auf einen zweistelligen Millionenbetrag beziffert – jährlich! Da fällt es schwer zu verstehen, warum beim Spitalneubau über einmalige geringere Zusatzkosten Jahre diskutiert wird. Mit jedem Jahr im veralteten Spital verliert das Land Millionen, die in einem Spitalneubau und damit in einem effizienteren Betriebsablauf besser investiert wären – siehe Neubauten der LAK.

Stattdessen werden dem neuen Spital Sanierungskosten für das Grundstück hinzugerechnet, die jeder Neubau im Areal verursachen würde. Auch die Verlegung des Irkalesbaches ist eine Altlast, die dem Projekt Landesspital angehängt wird. Geradezu absurd sind Hinweise, den Altbau für weitere Jahre mit Millionen aufzupeppen. Mit einem Neubau können solche Investitionen eingespart werden. Ausserdem wird im alten Spital kein zeitgemässer Standard erreichbar. Wann endlich präsentiert die Regierung eine Lösung – von Problemen haben wir genug gehört!

 

 

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