
Die Mitglieder werden mit Millionensummen gelockt – Der Liechtensteiner Fussballverband (LFV) wäre auf Anhieb 20facher Dollar-Millionär
An der Fussball-WM hat der FIFA-Präsident Gianni Infantino sein wahres Gesicht gezeigt. Hinter der lächelnden Fassade verbirgt sich ein Mann, der mit dem Fussball Milliarden verdienen will, für die Verbände, aber auch in den eigenen Sack. Da schreckt er auch nicht davor zurück, dem umstrittenen Dealmaker und US-Präsidenten Trump untragbares Entgegenkommen zu zeigen, indem er auf Bitten Trumps während der WM einen rotgesperrten US-Nationalspieler begnadigt und die Rote Karte zurückziehen lässt. In Fussballkreisen ein Affront sondergleichen.
Der neueste Eklat: Wie The Times schreibt, will Infantino Teile der Weltmeisterschaften der Frauen und Männer sowie der Klub-WM an private Investoren verkaufen. Und mitten drin: der Trump-Klan!
Verhandlungen zwischen einem möglichen Investor und der FIFA laufen laut der Financial Times schon seit einigen Monaten und müssten wohl nur noch abgesegnet werden. Beim potenziellen Anteilskäufer soll es sich um den Fonds Thrive Eternal handeln, dem Joshua Kushner vorsteht – seines Zeichens Bruder von Jared, der mit Trump-Tochter Ivanka verheiratet ist und zuletzt mit umweltzerstörerischen Plänen in Albanien für Schlagzeilen sorgte.
UEFA verurteilt Infantino- und FIFA-Pläne zum WM-Anteilsverkauf scharf
Für die Umsetzung seiner Pläne (man spricht von einem Verkauf von 20% bis 30% der FIFA an private Investoren) wolle Infantino ein Unternehmen gründen, das die kommerziellen Rechte an den Fussball-Weltmeisterschaften der Frauen und Männer sowie der Klub-WM übernehmen soll, also an Joshua Kushner und Co. Die Mehrheit der Anteile verblieben bei der FIFA doch auch die 211 Mitgliedsverbände (auch Liechtensteins Fussballverband) bekämen einen Teil davon ab.
Durch externe Investoren will man noch in diesem Jahr „bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar“ einnehmen. Damit soll das „FIFA-Fast-Forward-Programm“ (FFFP) finanziell ausgestattet werden, worüber – wie schon angesprochen – Gelder an die Mitgliedsverbände ausgeschüttet werden sollen. Um den bevorstehenden WM-Ausverkauf schmackhaft zu machen, haben es die Zahlen in sich. Bis zu 66 Millionen US-Dollar soll jeder Verband gestaffelt bis 2034 über FFFP erhalten, 20 Millionen Dollar sofort nach dem möglichen Anteilsverkauf.
Der LFV wäre bei Umsetzung dieser Pläne auf einen Streich 20facher Dollar-Millionär. Red.
BILD: Der Schweizer Gianni Infantino, FIFA-Präsident, will 20-30% des Weltfussball-Verbandes an private Inverstoren verkaufen und lockt mit Millionenbeiträgen für die 211 Mitgliedsverbände. Foto: Picture Alliance, FFM
