Parteibühne: Thomas Rehak, Präsident der Demokraten pro Liechtenstein (DpL)
Im «Vaterland» vom 15. Juni 2026 erklärte VU-Parteipräsident Thomas Zwiefelhofer: «Soweit mir bekannt ist, hat die Triesner GPK keinen der Kritikpunkte für stichhaltig befunden.»
Diese Aussage wirft Fragen auf: Woher stammt diese Information? Verfügt das VU-Präsidium über Erkenntnisse, die der Öffentlichkeit bislang nicht zugänglich sind?
Bis heute ist öffentlich weder bekannt, ob die Geschäftsprüfungskommission ihre Untersuchungen abgeschlossen hat, noch wurden allfällige Ergebnisse oder Schlussfolgerungen kommuniziert. Umso erstaunlicher ist es, wenn der Präsident der VU bereits über entsprechende Erkenntnisse verfügt.
Es muss davon ausgegangen werden, dass die Einschätzung des VU-Präsidenten auf nicht öffentlichen Informationen beruht. Folglich muss geklärt werden, wie diese Informationen in das VU-Parteipräsidium gelangt sind, da diese auf einer Amtsgeheimnisverletzung beruhen könnten.
Ebenso unverständlich ist das Verhalten der VU-dominierten Regierung. Bereits im September 2025 bestätigte sie auf eine Kleine Anfrage, dass sie den Sachverhalt prüft und bei schwerwiegenden Unregelmässigkeiten aufsichtsrechtliche Massnahmen bis hin zur Weiterleitung an die Staatsanwaltschaft möglich seien.
Mehr als neun Monate später liegen noch immer keine Ergebnisse vor. Die angekündigte Information der Öffentlichkeit bleibt aus. Dieses lange Schweigen erweckt zunehmend den Eindruck, dass die Angelegenheit politisch ausgesessen werden soll.
Gerade deshalb ist es problematisch, wenn gleichzeitig Vertreter der VU offenbar bereits über Erkenntnisse verfügen, die der Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Eine solche Konstellation untergräbt das Vertrauen in transparente und unabhängige Verfahren.
Die DpL fordert Transparenz, eine nachvollziehbare Kommunikation und eine rasche Information der Bevölkerung. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, was untersucht wurde, welche Erkenntnisse vorliegen und weshalb die Regierung nach so langer Zeit noch immer keine Ergebnisse präsentiert.
Vertrauen in die Institutionen entsteht nicht durch parteipolitische Vorabinformationen, sondern durch transparente Verfahren und eine offene Kommunikation gegenüber der Bevölkerung.
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