Noemi Büchel aus Ruggell ist 19 Jahre jung und im Besitz eines Fachmittelschulausweises. Derzeit absolviert sie eine Ausbildung an der Interstaatlichen Maturitätsschule (ISME) und arbeitet nebenbei in einem Büro als Praktikantin. Noemi ist politisch sehr interessiert und bringt sich bei jugendlichen Themen bei der jungen FBP engagiert ein. Für gute Stimmung sorgt sie auch als Cheerleaderin. Ein Gespräch mit der jungen Ruggellerin ist sehr vielseitig, interessant und inspirierend.
Noemi, du hast die Fachmittelschule absolviert und bist derzeit an der ISME in Sargans. Was sind deine schulischen Ziele?
Noemi Büchel: Mein Ziel ist es, die ISME abzuschliessen und dann zu studieren. Im Moment bin ich mir noch unsicher, was ich studieren will, aber ich interessiere mich sehr für Wirtschaft und Recht sowie Psychologie. Wirtschaft und Recht war und ist mein Lieblingsfach in der Schule, und man kann es in sehr vielen Bereichen brauchen. Psychologie zu studieren, würde mich auch reizen, weil mir der Gedanke, anderen Leuten zu helfen, Freude bereitet.
Nebenbei arbeitest du als Praktikantin in einem Büro. Wie ist die Doppelbelastung Ausbildung und Praktikumsarbeit?
Je nachdem, wie viele Prüfungen wir in der Schule haben, ist es teilweise sehr zeitaufwendig und auch anstrengend. Es ist manchmal schwierig, Beruf, Schule und Privates unter einen Hut zu bringen. Im Grossen und Ganzen ist es jedoch gut machbar.
Welche gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen dich als junge Erwachsene? Du bist auch bei der jungen FBP sehr engagiert.
Mich beschäftigen und interessieren gesellschaftspolitische Themen wie Gleichstellung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Im Moment beschäftigen mich auch die Initiative zur Fristenlösung und unsere Initiative «Fair gezählt. Fair gewählt.».
Werden die Jugendlichen in ihrer Meinungsbildung ausreichend gehört beziehungsweise ihre Meinung in die Entscheidungsprozesse integriert?
Ich denke, es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich als Jugendlicher Gehör zu verschaffen, wie zum Beispiel den Jugendrat oder die Jungparteien. Ein grosser Teil liegt also bei uns Jugendlichen, uns einzubringen und früh damit zu beginnen, uns eine Meinung zu bilden.
Wie könnte die Jugend bei der Mitgestaltung und Mitbestimmung besser eingebunden werden? Wäre das Wahlalter 16 ein Weg?
Ich denke, es ist wichtig, dass die Jugend sich auch engagiert und selbst ihre Ideen einbringt. Vor allem finde ich es wichtig, dass man ab dem 18. Lebensjahr wählen geht, sich gut informiert und sich so eine Meinung bildet. Das Wahlalter ab 16 ist meiner Meinung nach keine gute Idee, weil man sich mit 16 noch mit anderen Themen beschäftigt, und das ist auch gut so.
Welches sind für dich die zentralen Anliegen, die ihr im Kreise der Jugendlichen besprecht und die euch bewegen?
Ein grosses Anliegen sind sicherlich immer die aktuellen Abstimmungen und aktuelle Themen aus der Partei.
Wenn du einen Tag auf dem Sessel der Regierungschefin sitzen dürftest, welches Dekret würdest du unterzeichnen?
Ich würde ein Dekret unterzeichnen, in dem geregelt ist, dass Jugendliche und junge Erwachsene in der Schule mehr über die Parteien im Land lernen. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass die zukünftigen Erwachsenen alle Parteien kennen und sich so selbst aussuchen können, mit welcher sie sich am meisten identifizieren. Ich denke, das wäre sehr wichtig und würde vielen 18-Jährigen erleichtern, das erste Mal zu wählen.
Zurück zur Privatperson Noemi. Was machst du in der Freizeit – welches sind deine Hobbys?
In meiner Freizeit mache ich gerne Sport, entweder Cheerleading bei den HBC – einem Cheerleading Verein – oder im Fitnessstudio. Ich lese auch gerne, wenn ich Zeit dazu finde. Ausserdem treffe ich mich gerne mit Freunden oder verbringe Zeit mit meiner Familie.
Danke, Noemi, für dieses sehr interessante und sympathische Gespräch.

