- Start eines Investitionsprogramms von rund CHF 10 Millionen in Netze und Infrastruktur
- Landesweit verfügbares 25 Gbit/s-Angebot für alle Kundinnen und Kunden setzt internationalen Spitzenstandard
- Wachstumsfelder tragen mittlerweile rund die Hälfte des Umsatzes
- Positives Jahresergebnis trotz hoher Zukunftsinvestitionen
Vaduz, 06. Mai 2026 – Die Telecom Liechtenstein AG hat das Geschäftsjahr 2025 genutzt, um die Grundlage für die nächste Generation der Telekommunikationsinfrastruktur in Liechtenstein zu schaffen. Mit dem Start eines umfassenden Investitionsprogrammes in Glasfaser-, Mobilfunk- und IT-Infrastruktur setzt das Unternehmen seinen Kurs der technologischen Weiterentwicklung konsequent fort. Trotz hoher Zukunftsinvestitionen erzielte Telecom Liechtenstein ein positives Jahresergebnis von CHF 1.2 Millionen. Es wird eine Dividende von CHF 0.36 Millionen an das Land Liechtenstein ausbezahlt.
Investition in die Zukunft: 25 Gbit/s für ganz Liechtenstein
Nach dem Abschluss des landesweiten Glasfaserausbaus stand 2025 die Modernisierung der aktiven Netzinfrastruktur im Fokus. Gemeinsam mit Technologiepartner Nokia wurde die 25G-PON-Technologie flächendeckend eingeführt. Damit ermöglicht Telecom Liechtenstein allen Haushalten und Unternehmen in Liechtenstein Internetbandbreiten von bis zu 25 Gbit/s und nimmt weltweit eine Vorreiterrolle ein.
Auch im Mobilfunk wurden zentrale Weichen gestellt. Mit dem geplanten Aufbau eines neuen georedundanten Mobile Core in Vaduz und Zürich wird bis Ende 2026 die Grundlage für eine deutliche Verbesserung der Netzqualität und eine stärkere technologische Eigenständigkeit geschaffen. Damit diese Investitionen zum Nutzen der Mobilfunkkunden ihr volles Potenzial entfalten können, ist aus Sicht der Telecom Liechtenstein AG eine Anpassung der aktuell sehr restriktiven Anlagegrenzwerte notwendig.
Wachstumsfelder stabilisieren das Geschäftsmodell
Die strategische Weiterentwicklung über das Kerngeschäft hinaus zeigte auch 2025 Wirkung. Die Wachstumsfelder Markt Schweiz und IoT/M2M erwirtschafteten mittlerweile 48.7 Prozent des Gesamtumsatzes. Während die Umsätze im Kerngeschäft marktbedingt rückläufig waren, konnten die Wachstumsfelder weiter zulegen.
Im Schweizer Markt blieb Telecom Liechtenstein ein führender Partner für Unternehmen, die Mobilfunkangebote unter eigener Marke anbieten. Drei neue Partner wurden gewonnen, und per Ende 2025 betreute das Unternehmen rund 24’000 Endkundenverträge in der Schweiz. Im internationalen IoT/M2M-Geschäft überschritt die Zahl der aktiven SIM-Karten die Marke von 5 Millionen. Grundlage dafür ist ein globales Netz von über 500 Roamingverträgen sowie die steigende Nachfrage nach internationaler Konnektivität.
Positives Ergebnis trotz hoher Investitionen
Die Umsatzerlöse beliefen sich 2025 auf CHF 41.0 Millionen und lagen damit 1.8 Prozent unter dem Vorjahr. Das EBITDA betrug CHF 5.5 Millionen, das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern CHF 0.75 Millionen. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses resultierte ein Jahresgewinn von CHF 1.2 Millionen.
Die hohen Investitionen von rund CHF 10 Millionen flossen insbesondere in den Aufbau des neuen Mobile-Core-Systems, den Ausbau des 25G-PON-Netzes, sowie die Modernisierung des Unternehmenssitzes und den neuen FL1 Shop in Vaduz.
Kundennähe und Nachhaltigkeit im Fokus
Mit der Eröffnung des nachhaltig erneuerten Unternehmenssitzes in Vaduz und der Integration des FL1 Shops an der Schaanerstrasse stärkte Telecom Liechtenstein die Kundennähe. Kundinnen und Kunden profitieren von moderner Beratung mit direktem Zugang zu den Fachspezialistinnen und Fachspezialisten des Unternehmens. Gleichzeitig wurde die WebApp «Mein FL1» weiterentwickelt
Nachhaltigkeit blieb auch 2025 ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die energetische Sanierung der Gebäudehülle, die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage mit über 400 m² Fläche, der Einsatz von 100 Prozent erneuerbarer Energie und zusätzliche Anreize für klimafreundliche Arbeitswege trugen zur weiteren Reduktion des ökologischen Fussabdrucks bei. Die Klimaschutzziele der Telecom Liechtenstein wurden bereits 2023 positiv durch die Science Based Target Initiative (SBTi) validiert. Seit Anfang 2025 ist das Unternehmen auch Mitglied des UN Global Compact.
Ausblick: Umsetzung zentraler Zukunftsprojekte
Im Jahr 2026 stehen die Umsetzung zentraler Infrastruktur- und Transformationsprojekte im Mittelpunkt. Dazu gehören insbesondere die Inbetriebnahme des neuen Mobile Core, die Weiterentwicklung des Schweizer Mobilfunkgeschäfts auf Basis des neuen Mobile Core, der redundant auch in Zürich betrieben wird, sowie die Erneuerung geschäftskritischer
Abrechnungs- und Prozesssysteme. Die damit verbundenen Investitionen und Aufwände werden sich voraussichtlich in einem einmalig negativen Ergebnis im Jahr 2026 niederschlagen.
Gleichzeitig stärken diese Projekte die langfristige Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und technologische Souveränität der Telecom Liechtenstein AG. Mit leistungsfähiger Infrastruktur, internationalen Wachstumsfeldern, nachhaltigem Handeln und hoher Servicequalität bleibt Telecom Liechtenstein eine stabile und zukunftsorientierte Partnerin für Liechtenstein, den Schweizer Markt und internationale Kunden.

