Leserbrief von Urs Kindle,
Runkelstr. 17, Triesen
Im Leserbrief vom 5. Januar auf „lie:zeit“ erbat ich mit Blick auf Neujahr den Segen der Muttergottes für unser Land. Und wies dabei in Zusammenhang mit Maria auf das Faszinosum des sogenannten „fetalen maternalen Mikrochimärismus“ hin. Dies bedeutet, dass das Baby im Mutterleib eigene Zellen an die Mutter „abgibt“: diese leben dann permanent in der Mutter weiter – unter anderem in ihrem Herzen, in ihrem Hirn, in ihrem Blut! Dies beweist letztlich die allerinnigste und beständige biologische Verbindung zwischen Jesus und seiner Mutter Maria. Und weil die Zellen Jesu (seit der Schwangerschaft jahrzehntelang bzw. zeitlebens in Maria eingebettet!) göttlich waren, unterstreicht dieses Phänomen letztlich die nicht in Worte zu fassende Grösse der Muttergottes.
Es sei hier bezüglich „fetalem maternalem Mikrochimärismus“ auf ein paar wichtige wissenschaftliche Studien hingewiesen:
Erstens, bezüglich Zellen des Kindes im Mutter-Herz: Eine bekannte Studie von Rina J. Kara (Fachzeitschrift „Circulation Research“, 2012) trägt den Titel „Fetal Cells Traffic to Injured Maternal Myocardium and Undergo Cardiac Differentiation“. Diese beweist, dass Stammzellen eines ungeborenen Kindes (Fötus) dabei helfen können, das verletzte Herz der Mutter zu heilen! Wenn die Mutter während der Schwangerschaft beispielsweise einen Herzinfarkt erleidet, wandern fetale Stammzellen in das verletzte mütterliche Herzgewebe und sind imstande, den Schaden zu reparieren! Somit können Zellen des Kindes die eigene Mutter vor dem Tod bewahren! Auch Prof. Maurizio Molinari (Fachzeitschrift „Frontiers in Cell and Developmental Biology“, 2024) wies die Gegenwart fetaler Zellen im mütterlichen Herzen nach.
Zweitens, bezüglich Zellen des Kindes im Mutter-Hirn: William F. N. Chan (Fachjournal „PLOS ONE“, 2012) beeindruckte mit der Studie mit dem Titel „Male Microchimerism in the Human Female Brain.“ Die Untersuchung bewies, dass fetale Zellen über Jahrzehnte im Gehirn der Mutter verbleiben können!
Drittens, bezüglich Zellen des Kindes im Mutter-Blut: Diana W. Bianchi (Fachzeitschrift „PNAS“, 1996) wies in ihrer Studie (Titel: „Male fetal progenitor cells persist in maternal blood for as long as 27 years postpartum“) fetale Zellen im Blut von Frauen noch 27 Jahre nach der Geburt derer Kinder nach!
Schlussfolgerung: Man kann mittlerweile (anhand des Phänomens des Mikrochimärismus) die allerinnigste Beziehung Jesus und Maria gewissermassen wissenschaftlich-biologisch beweisen. Dass Jesus in seiner Göttlichkeit körperlich und permanent (also nicht „nur“ während neun Monaten) in Maria gegenwärtig war, verleiht dieser Mutter-Sohn-Verbindung eine neue Dimension. Die Bedeutung Marias ist unermesslich. –
Es erscheint in der Tat angemessen, gerade auch fürs neue Jahr den Segen und den Schutz der Muttergottes zu erbitten.
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