Universität: Wo bleiben die Antworten?

Thomas Rehak, Landtagsabgeordneter DpL

Frage an den Universitätsrats-
präsidenten Tschütscher

Weshalb schweigt der Universitätsratspräsident zu den massiven Vorwürfen, die anlässlich einer Gerichtsverhandlung vorgebracht wurden (s.a. Berichterstattung Volksblatt vom 19.11.2022, Leserbrief Rita Kieber-Beck vom 21.11.2022)? Stimmt es, dass Sie inflationär Whatsapp-Nachrichten an das Rektorat gesendet haben? Haben Sie das Rektorat überwachen lassen? Haben Sie dauernd in die Geschäfte des Rektorats eingegriffen und Aufträge erteilt, wie Lehrstühle zu besetzen sind? Gibt es Whatsapp-Nachrichten, in denen Sie schreiben: „«Mit österreichischer Mentalität werden wir bei ‹Swiss Universities› nicht reüssieren».

Sehr geehrter Herr Universitätsratspräsident stellen Sie uns diese Whatsapp-Chats zur Prüfung zur Verfügung und räumen Sie diese Vorwürfe endlich aus der Welt oder treten Sie zurück.

Thomas Rehak, Landtagsabgeordneter DpL

 

Frage an Regierungsrätin Hasler

Sehr geehrte Frau Regierungsrätin Hasler

Seit ein paar Jahren gibt es grosse personalmässige Turbulenzen an der Uni Liechtenstein, wichtige Professoren haben die Uni verlassen. Im Rahmen einer Gerichtsverhandlung sind zudem massive Vorwürfe an den Universitätsrat und insbesondere an den Universitätsratspräsidenten erhoben worden, die ein Verhalten und eine Governance offenbaren, wie es sich für eine Universität definitiv nicht gehört.

Sie sind im Rahmen ihrer Oberaufsicht für die Universität in der Pflicht, die Gründe für die personellen Turbulenzen und die erhobenen Vorwürfe gegenüber dem Universitätsratspräsidenten ohne jeden weiteren Aufschub sorgfältig und ohne Parteigunst zu prüfen.

Wir bitten Sie, öffentlich zu erklären, sofern sich die Vorwürfe als korrekt erweisen, ob Sie das angeblich despektierliche Verhalten des Universitätsratspräsidenten, das völlig unabhängig vom Ausgang des anhängigen Gerichtsverfahrens zu beurteilen ist, akzeptieren wollen oder nicht. Ausserdem möchten wir wissen, ob der Universitätsratspräsident sich weiterhin auf Ihr volles Vertrauen stützen kann.

Thomas Rehak, DpL-Landtagsabgeordneter