Regierung verabschiedet 2. Monitoringbericht zur Energiestrategie

Foto: Oliver Hartmann

Die Regierung hat an ihrer letzten Sitzung den Bericht und Antrag betreffend den 2. Monitoringbericht zur Energiestrategie 2030 verabschiedet. Der Monitoringbericht bildet mit dem Datenstand per Ende 2021 (Treibhausgase 2020) das erste Jahr der zehnjährigen Periode der Energiestrategie 2030 ab.

Anhand von verschiedenen Indikatoren kann die Umsetzung jährlich gemessen werden.Der Bericht zeigt auf, welche Entwicklungen sich im Einklang mit den Zielsetzungen der Energiestrategie 2030 befinden und wo Handlungsbedarf besteht.

Wie der Bericht zeigt, ist der Energieverbrauch als Folge der wirtschaftlichen Erholung nach dem Pandemiejahr 2020 sowie aufgrund der kälteren Witterung wieder deutlich angestiegen (+3.4%). Die Bilanz der drei Hauptziele und der Indikatoren ist 2021 trotz einiger positiver Tendenzen ernüchternd. Sowohl der Endenergiebedarf als auch der Einsatz fossiler Energieträger sind über längere Sicht nicht wesentlich rückläufig. Damit sind die grundlegenden Ziele der Energiestrategie gefährdet. Zudem soll mit der Klimastrategie 2050 das CO2-Reduktionsziel verschärft werden.

Basierend auf den Erkenntnissen des Monitoringberichts, aber auch mit Blick auf die Versorgungssicherheit und die stark gestiegenen Energiepreise, spricht sich die Regierung für eine rasche Umsetzung der geplanten Massnahmen, wie die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie II, PV-Pflicht und Abkehr von fossilen Energieträgern, aus.