Abstimmung: Volk erteilt 2G eine Absage

Statement der Vaterländischen
Union (VU) zur Abstimmung 

Mit 52.7% der Stimmen lehnte die Stimmbevölkerung das 2G-Gesetz knapp ab. Der enge Ausgang der Abstimmung zeigt eine grosse Verunsicherung und breite Meinungsvielfalt über das richtige Vorgehen im Zusammenhang mit der Pandemie.

Auch der VU-Parteivorstand war von 2G als Ansatz nicht rundum überzeugt, als man Ende August mit rund 2/3 der Stimmen die Ja-Parole beschloss. Die Intention der Zustimmenden war es, der Regierung die Möglichkeit zu geben, im Gleichklang mit der Schweiz zu agieren, falls das Corona-Virus mit einer neuen gefährlichen Variante erneut zuschlagen sollte.

Kritische Stimmen im Parteivorstand äusserten hingegen Bedenken gegenüber der 2GRegelung, weil diese zu gesellschaftlicher Spaltung führe und Ungeimpfte vom gesellschaftlichen Leben ausschliesse. Auch die Wirksamkeit der Massnahme wurde in Zweifel gezogen. Diese kritischen Stimmen bekamen nun von einer knappen Mehrheit der Bevölkerung Recht.

Gesellschaftsminister Manuel Frick, der die Ja-Kampagne – sofern man angesichts seines verhaltenen Einsatzes überhaupt von einer Kampagne sprechen kann – anführte, gelang es damit nicht, eine Mehrheit von der Notwendigkeit des 2G-Gesetzes zu überzeugen. Somit steht dieses Instrument im Falle einer allfälligen weiteren heftigen Corona-Welle der liechtensteinischen Regierung im Unterschied zur Schweiz nicht zur Verfügung.

Die Vaterländische Union hofft, dass eine allfällige neue Herbstwelle nicht zu einer Überlastung der Intensivstationen in den Nachbarländern führen wird und Liechtenstein gemeinsam mit der Schweiz weiterhin vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie kommen wird. Thomas Zwiefelhofer, Präsident der VU