VEU Feldkirch gewinnt Derbyklassiker gegen den EHC Lustenau

3:0 Shutout-Sieg der BEMER VEU Feldkirch gegen den EHC Lustenau.

Mit einem 3:0 Sieg im Derbyklassiker gegen den EHC Lustenau setzte die VEU ihren Erfolgslauf fort. Dank einer unglaublichen Defensivleistung und eines bärenstarken Alex Caffi im Tor gelang den VEU-Cracks nach dem Überraschungssieg in Ritten der nächste volle Erfolg gegen einen Top 4 Club. Dank des besseren Torverhältnisses rückten die Montfortstädter in der Tabelle auch einen Platz nach vorne und rangieren momentan auf dem 15. Tabellenplatz.

Headcoach Michael Lampert musste wieder ein wenig umstellen, weil neben Sturmlegionär Marcell Revesz auch Verteidiger Patrick Stückler und Offensivmann Adrian Rosenberger nicht am Spiel teilnehmen konnten. So stürmte in der ersten Linie neben Kapitän Dylan Stanley und Niklas Gehringer, der 19-jährige Lukas Göggel. Die vierte Sturmreihe mit Jakob Zabransky, Jonathan Kyllönen und Austin Kofler dürfte mit einem Durchschnittsalter von 17,6 Jahren wohl eine der jüngsten in der gesamten AHL sein.

Wie erwartet legte der EHC mit einer Offensivlawine los und die Feldkircher hatten von Beginn an alle Hände voll zu tun in der Defensive. Mit nur fünf gelernten Verteidigern keine leichte Aufgabe für die Montfortstädter. In der vierten Spielminute dann das 0:1 für die VEU durch Tobias Reinbacher. Nachdem die Feldkircher die Scheibe ins Rund spielten, holte sich Stanley die Scheibe und zog vor das Tor. Die zu weit vorgelegte Scheibe von Stanley übernahm der heranstürmende Reinbacher direkt und zimmerte das Hartgummi in die Maschen. Der Führungstreffer brachte etwas mehr Schwung in die VEU-Offensive und die Feldkircher konnten in weiterer Folge weitere Chancen erarbeiten. Fleißiger blieb aber die Heimmannschaft. Die Lustenauer feuerten aus allen Lagen, da die VEU-Defensive aber meist nur Distanzschüsse zuließ, waren diese für Alex Caffi bei freier Sicht leichte Beute. Bei einem Stangenschuss von Kevin Puschnik war dann auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Auch eine Unterzahl überstanden die Feldkircher unbeschadet und so ging es mit der knappen Führung in die erste Drittelpause.

Die erste heiße Chance im zweiten Abschnitt gehörte der VEU, nach einem Birnstill-Schuss sprang die Scheibe beim Reboundversuch von Gehringer fast bis zur Hallendecke. Auf der anderen Seite war kurz danach Toralarm, weil die Scheibe im Tor von Caffi landete. Doch wurde der Treffer des EHC nicht gegeben, weil davor bereits abgepfiffen war. Aber der Treffer hätte wegen hohen Stockes ohnedies wohl nicht gezählt. In der 27. Minute dann der schönste Treffer des Abends durch Yannik Lebeda mit einem schönen Tip-in Treffer, der einen Pass von Trastasenkovs unhaltbar ins EHC-Gehäuse lenkte. Einen weiteren Aufreger dann im Verteidigungsdrittel der VEU. Wallenta versenkte die Scheibe hinter Caffi, der Treffer wurde aber nicht gegeben. weil das Tor zum Zeitpunkt der Schussabgabe schon aus der Verankerung gesprungen war. Wieder gingen die Feldkircher als führendes Team in die Pause.

Turbulentes letztes Drittel
In den finalen zwanzig Minuten des Eishockeyjahres 2021 war es wieder die VEU, die einen Treffer erzielen konnte. Auch diesmal sprang das Tor aus der Verankerung, aber erst nachdem die Scheibe die Torlinie passiert hatte. Bolterle, der sich durch die Abwehrreihen des EHC tankte, legte auf den heraneilenden Kofler ab, von dem die Schiebe von der Kufe des Schlittschuhes ins EHC Tor abgelenkt wurde. Im Fallen riss der VEU-Crack dann das Tor aus der Verankerung. Nach kurzer Beratung gaben die Unparteiischen den regulären Treffer der VEU zum 0:3. Der EHC lief weiter an und hatte Chancen, aber der VEU-Abwehrriegel hielt weiter dicht. Das brachte die EHC-Cracks fast zur Verzweiflung und auch die Nerven lagen immer blanker. In den ersten vierzig Minuten war fast ein wenig Mangel an Emotionen für ein Derby zu sehen, diese entluden sich dann aber in der Schlussphase. Ein Frustfoul von Chris D‘Alvise an VEU-Youngster Timo Sticha löste einigen Tumult aus. Ein Revanchefoul von Niklas Gehrniger löste ein gröberes Gerangel aus. Die Folge waren Spieldauerdisziplinarstrafen für Puschnik und Gehringer und eine kleine Bankstrafe für den Auslöser D‘Alvise. Am Spielstand änderte sich aber nichts mehr und so nahmen die Feldkircher auch im zweiten Derby gegen den EHC die vollen Punkte mit nach Hause.

EHC Lustenau – VEU Feldkirch 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
Lustenau, Rheinhalle,393 Zuschauer, Donnerstag 30.12.2021
Torfolge: 0:1 Reinbacher (4), 0:2 Lebeda (27), 0:3 Kofler (48)