COVID-19: Verlängerung der Massnahmen

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Die Regierung des Fuerstentum Liechtenstein mit v.l., Regierungsrat Mauro Pedrazzini, Regierungsrätin Katrin Eggenberger, Regierungschef Adrian Hasler, Vizeregierungschef Daniel Risch und Regierungsrätin Dominique Hasler Foto & Copyright: IKR/Eddy Risch.

Aufgrund der nach wie vor sehr hohen Anzahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus hat die Regierung die bestehenden Massnahmen bis zum 24. Januar 2021 verlängert. Eine allfällige weitere Verlängerung oder Verschärfung hängt von der epidemiologischen Entwicklung ab. Die Unterstützungsleistung für die von den Schliessungen betroffenen Unternehmen werden ebenfalls um 14 Tage verlängert. Am 18. Januar 2021 starten die Covid-19-Impfungen in den Liechtensteinischen Alters- und Pflegeheimen. Die Regierung informierte heute anlässlich einer Medienorientierung auch über die weitere Priorisierung für die Impfungen.

Die Regierung hat zur Reduktion der hohen Covid-19-Fallzahlen umfassende und einschneidende Massnahmen erlassen. Seit dem 20. Dezember 2020 sind praktisch jegliche Veranstaltungen verboten. Kultur-, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe sowie Sportbetriebe in Innenräumen müssen geschlossen bleiben. Betroffen von den Schliessungen sind auch die Gastronomiebetriebe. Diese Massnahmen werden bis zum 24. Januar 2021 verlängert. Eine allfällige weitere Verlängerung oder eine Verschärfung hängt von der epidemiologischen Entwicklung in Liechtenstein ab. Zudem trägt die Regierung mit ihren Entscheiden den Massnahmen im grenznahmen Ausland Rechnung. Ein Ausweichverhalten aufgrund eines Regelgefälles soll verhindert werden.

Zahlen sinken, bewegen sich aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau
Sowohl der Durchschnitt der neuen laborbestätigten Fälle innerhalb der letzten sieben Tage sowie die Inzidenzen haben in Liechtenstein über Weihnachten Rekordwerte erreicht. So lag der Schnitt der letzten sieben Tage am 25. Dezember 2020 bei über 43 Fällen pro Tag. In den 14 Tagen vor Weihnachten sind hochgerechnet auf 100’000 Einwohner über 1’300 Personen erkrankt. Die Zahlen sind seit Weihnachten zwar gesunken, sie bewegen sich aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Dies zeigt sich auch im internationalen Vergleich deutlich. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung der Todesfälle. Bislang sind 48 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten COVID-19-Erkrankung zu beklagen, noch vor einem Monat waren es 19, vor zwei Monaten deren drei.

Impfungen starten in der übernächsten Woche
In Liechtenstein werden ab dem 18. Januar 2021 die impfwilligen und impffähigen Bewohnerinnen und Bewohner der Alters- und Pflegeheime gegen das Coronavirus geimpft. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern handelt es sich um die am stärksten gefährdeten Personen. Das in der Pflege tätige Personal der Alters- und Pflegeheime, des Heilpädagogischen Zentrums, der Familienhilfe sowie des Landesspitals wird ebenfalls zeitnah die Möglichkeit zur Impfung erhalten. Darauf werden besonders gefährdete Personen der medizinischen Grundversorgung sowie die Einwohnerinnen und Einwohner in absteigendem Alter für die Impfungen berücksichtigt. Ausschlaggebend für den Fortschritt der Impfungen in Liechtenstein sind die verfügbaren Impfdosen. Im ersten Quartal 2021 stehen die Risikogruppen im Mittelpunkt und im zweiten Quartal die breite Bevölkerung, weil voraussichtlich erst dann genügend Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

Unterstützungsleistungen für die Wirtschaft werden weitergeführt
Die Unterstützungsleistungen für die von den Schliessungen betroffenen Unternehmen wurden bis zum 24. Januar 2021 verlängert. Bereits eingereichte Anträge werden automatisch verlängert. Für alle Informationen rund um die Unterstützungsleistungen des Landes und die entsprechenden Richtlinien und Antragsformulare wird auf www.corona.avw.li verwiesen.

Appell an die Bevölkerung
Die Regierung bittet weiterhin alle Einwohnerinnen und Einwohner um äusserste Zurückhaltung bei nicht notwendigen Sozialkontakten und um konsequente Umsetzung der Distanz- und Hygienemassnahmen. Bei Treffen sollte der Mindestabstand von 1.5 Metern zwischen Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, eingehalten werden. Wo dies nicht möglich ist, sollten Gesichtsmasken getragen werden. Aufgrund der Gefahr einer Ansteckung durch Aerosole sollten die Innenräume zudem oft gelüftet werden. Weiters ist auf Händeschütteln oder anderen Körperkontakt zu verzichten und die Hände sollen regelmässig gewaschen oder desinfiziert werden. Personen mit Symptomen sollen zuhause bleiben, die Testhotline unter +423 235 45 32 anrufen und sich testen lassen.