Liechtensteinische Erfolgsgeschichte wird ausgezeichnet

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Das Institut für Finance unterstützt seit Ende des Jahres 2019 im Rahmen eines InnoSuisse-geförderten Projekts in vielen Teilbereichen die Incrementum AG aus Schaan bei der Entwicklung eines Fonds, der klassische Anlagen in Gold und Silber mit der Wertanlage in moderne Kryptowährungen kombiniert.

Der Fonds wird bereits seit 2018 von der Incrementum AG entwickelt und ist seit Februar 2020 für professionelle Investoren erhältlich. Er sticht sowohl durch seinen innovativen Ansatz als auch durch die sehr gute Performance heraus. Das Team der Universität Liechtenstein rund um Projektleiter PD Dr. Martin Angerer unterstützt den lokalen Vermögensverwalter in den Bereichen Risikomanagement durch Prof. Dr. Michael Hanke, Portfoliomanagement durch Dr. Lars Kaiser und Verhaltens- und Informationsökonomie durch PD Dr. Martin Angerer.
Enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung
Die Strategie des Fonds besteht darin, Anlagen in den traditionellen Edelmetallen Gold und Silber mit Investments in sogenannte Store-of-value-Coins, welche das digitale Gegenstück zu Gold darstellen, effizient zu kombinieren. „Der Fonds erlaubte es, schnell auf Entwicklungen in diesen Märkten zu reagieren und die Marktlagen dynamisch und gewinnbringend zu nutzen. So konnte der Fonds seit Februar 2020 bis heute schon rund 57% Rendite erwirtschaften“, berichtet Fondsmanager Mark Valek.

Bei der Implementierung und Umsetzung dieses innovativen Fonds wird oftmals Neuland betreten. „Viele der gängigen und bewährten Ansätze in den oben genannten Arbeitsbereichen können entweder gar nicht oder nur stark adaptiert auf Anlagen im Kryptobereich angewandt werden. Die Adaptierung dieser Konzepte, die einerseits höchsten akademischen Qualitätskriterien entsprechen, andererseits aber auch praktisch anwendbar sein müssen, stehen im Vordergrund des Projekts“, beschreibt PD Dr. Martin Angerer. Die enge Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung von praktischer und akademischer Seite liefern in diesem Projekt Ergebnisse von international angesehener, aber auch hoher regionaler Relevanz.

Wirtschaftsminister Dr. Daniel Risch, verantwortlich für die Innosuisse-Fördergelder, sieht in dieser Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Liechtenstein die hohe Innovationskraft des Innosuisse Förderinstruments (vormals KTI) erneut bestätigt. Die liechtensteinische Regierung hat am 15.12.2020 beschlossen, dieses für den Werkplatz Liechtenstein wichtige und in der Vergangenheit bewährte schweizerische Förderinstrument im Bereich der angewandten Forschung und Innovation auf Basis einer Vereinbarung mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um weitere vier Jahre zu verlängern. Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Daniel Risch freut sich, dass auch der Finanzplatz dieses Förderinstrument vermehrt nutzt, wodurch die Qualität der Dienstleistungen und damit  verbunden die Kredibilität des Finanzplatzes durch den wissenschaftlichen Input zusätzlich verbessert werden kann.

„Oscar der Fondindustrie“ erhalten
Im November wurde der Fonds mit dem prestigeträchtigen Scope Award, oft auch als „Oscar der Fondindustrie“ bezeichnet, in der Sonderkategorie Innovation ausgezeichnet und hat sich dabei gegen Finanzinstitutionen wie BNP Paribas oder JP Morgan durchgesetzt. Die internationale Anerkennung unterstreicht die Vorreiterrolle, die der Liechtensteiner Finanzmarkt im Bereich innovativer Finanzwirtschaft einnimmt und welche Chancen sich aus kooperativen Projekten ergeben.

Das Institut für Finance unterstützt die Incrementum AG noch bis Mitte 2022 bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des Fonds.