Gemeinde Eschen-Nendeln als kinderfreundliche Gemeinde ausgezeichnet

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v.l. Tino Quaderer, Gemeindevorsteher Eschen-Nendeln, Diana Ritter, Gemeinderätin Eschen-Nendeln, Peter Beck, Ansprechperson Unicef Liechtenstein

Nach rund zweijähriger Vorarbeit wurde die Gemeinde Eschen-Nendeln bereits vor einigen Monaten durch Unicef als kinderfreundliche Gemeinde ausgezeichnet. Corona-bedingt wurde die Übergabe des Labels nun mit gewisser Verzögerung vollzogen. Auf Basis eines umfassenden Partizipationsprozesses, an welchem sich rund die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen von Eschen-Nendeln in unterschiedlichen Formen beteiligt hat, hat der Gemeinderat einen Aktionsplan mit diversen Massnahmen verabschiedet. Dieser Aktionsplan, aus welchem bereits zahlreiche Massnahmen umgesetzt werden konnten, bildet eine der zentralen Grundlagen für die Auszeichnung als kinderfreundliche Gemeinde.

Eigentlich war als Begleitung der Labelübergabe im Frühling 2020 ein grosses und buntes Fest mit den Primarschülerinnen und Primarschülern geplant, um die Gemeinde Eschen-Nendeln als kinderfreundliche Gemeinde auszuzeichnen. Das Corona-Virus hat diesen Plänen aber einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht und die offizielle Labelübergabe fand nun gestern in einem kleinen Kreis im Foyer des Gemeindesaals statt.

Vor ziemlich genau einem Jahr hat der Gemeinderat nach mehr als zweijähriger Vorarbeit den Aktionsplan „Kinderfreundliche Gemeinde“ 2019-2023 als letzten Schritt zur Erreichung der Zertifizierung verabschiedet. Bereits im Dezember 2019 erreicht dann die Gemeindeverantwortlichen die frohe Botschaft, dass der Gemeinde Eschen-Nendeln das Label verliehen wird. Basis für diese Zertifizierung war ein aufwendiger und spannender Prozess, bei dem rund die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen von Eschen-Nendeln in irgendeiner Form mitgemacht haben.

Der Aktionsplan und das Label haben sich schon sehr konkret ausgewirkt und es sind schon zahlreiche Massnahmen und Ideen aus dem Aktionsplan umgesetzt worden. Insgesamt enthält der Plan, der auf den Ideen und Anregungen der Kinder und Jugendlichen basiert, rund 20 verschiedene Massnahmen. Von diesen rund 20 Massnahmen sind bereits 13 umgesetzt worden. Darunter sind viele kleinere Massnahmen wie beispielsweise eine Ideenbox für die Kinder und Jugendlichen, aber auch andere Themen wie die Installation einer Ansprechperson für Kinder und Jugendliche, ein Pumptrack oder die Einführung einer Buslinie in das Eschner Quartier Schönbühl.


Die UNICEF Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» (KFG) fördert gezielt die Steigerung der Kinderfreundlichkeit im nächsten Lebensumfeld der Kinder. Gemeinden haben die Möglichkeit, eine Standortbestimmung durchzuführen und mit dem Label «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet zu werden. Die Kinderfreundlichkeit zeigt sich darin, wie die Rechte der Kinder auf Schutz, Förderung, Gleichbehandlung und Anhörung umgesetzt werden.