Der FC Vaduz startet in Basel ins Abenteuer Super League

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Suter gratuliert Cicek. Beide gehören zur Stammelf des FC Vaduz, der morgen Sonntag beim mehrfachen Schweizermeister FC Basel antreten muss.

Gleich zum Auftakt für die «kleinen Vaduzer» ein schweres Kaliber

Kaum ist die alte Fussball-Saison in der Schweiz vorbei, startet bereits die neue. Keine Zeit zum durchatmen. Aber das kümmert den FCV wenig, denn er ist wieder zurück in der Super League, der Beletage des Schweizer Fussballsports.

Und bekommt zum Auftakt mit dem FC Basel gleich eines der grössten Kaliber vorgesetzt. Für das Nonplusultra der 2000er und 2010er-Jahre begann der Ernst der Saison vor drei Tagen (Donnerstag) im kroatischen Osijek. Dort gewannen die Basler in der Europa League-Qualifikation mit 2:1. Nächster Gegner ist Famagusta aus Zypern, nämlich am 24. September 2020 in Basel.

Für den FC Vaduz zerschlugen sich die Europa-League-Hoffnungen bereits in der 1. Quali-Runde. Als hoher Favorit schieden sie mit 0:2 im Rheinparkstadion vor 3 Wochen gegen Hibernians La Valetta aus Malta aus. Es war eine arge Enttäuschung, gingen neben den sportlichen Aspekten den Vaduzern auch einige Hunderttausend Franken durch die Lappen.

Nun steigt morgen Freitag –  nach dem letzten Treffen am 22. April 2017 (damals 2:2 in Basel)  –  das Auftaktspiel im St. Jakobspark und die Vaduzer freuen sich auf diese Herausforderung. Dazu sagte der FCV-Innenverteidiger Joel Schmied, dass sein Team durchaus Chancen in Basel hätte. Denn der FCB hat einige neue Spieler, die noch nicht eingespielt sind. Demgegenüber verfüge der FCV eine eigespielte Truppe mit wenig Veränderungen. Die Statistik spricht allerdings  für den FC Basel. Der FCV spielte in den letzten fünf Partien gegen Basel dreimal Unentschieden und verlor zweimal. Zu einem Sieg reichte es in der Meisterschaft bisher noch nicht.

Zielsetzung: Direkter Ligaerhalt

Der FCV kann ohne Druck in der Super League auftreten. Denn niemand verlangt vom kaum veränderten Team Unmögliches. Die Zielsetzung ist dennoch klar: Ligaerhalt. Trainer Mario Frick präzisiert noch: den direkten Ligaerhalt. Er gibt auch keinen Rang als Ziel heraus, sondern eine Punktezahl, die er allerdings nicht verraten hat. Frick bezeichnete das  Spiel gegen den mehrfachen Schweizermeister Basel als «harte Nuss».  Trotzdem wolle er mit seinem Team nicht nach Basel fahren, um dort Kanonenfutter zu sein. Er will dort auch den einen oder anderen Punkt mitnehmen.

Beim FC Vaduz fehlen Gianni Antoniazzi (verletzt) und Gabriel Lüchinger (gesperrt), sonst sind alle Mann an Bord.