Arbeitsgespräche in Berlin

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Eine liechtensteinische Delegation führte am Dienstag und Mittwoch in Berlin Gespräche über aktuelle Entwicklungen im Finanzsektor mit Mitgliedern des Deutschen Bundestags und Vertretern der Behörden sowie der Privatwirtschaft.

Die Delegation setzte sich zusammen aus der liechtensteinischen Botschafterin Isabel Frommelt-Gottschald, Roland Müller, Präsident des Aufsichtsrates der FMA und Mario Gassner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der FMA. Es fanden Treffen mit Bundestagsabgeordneten, hochrangigen Vertretern der Bundesministerien, des Bundeskanzleramts sowie der Privatwirtschaft statt. Die Gespräche dienen dazu, Wissen über den Finanzplatz Liechtenstein zu vermitteln, das Vertrauen in diesen zu stärken und die Interessen Liechtensteins und der liechtensteinischen Finanzintermediäre zu adressieren.

Deutschland ist für Liechtensteins Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter, den Fondsplatz und den Treuhandsektor ein wichtiger Markt. Durch die Mitgliedschaft im EWR verfügen die liechtensteinischen Finanzmarktakteure über den direkten Marktzugang zu dem rund 83 Millionen Einwohner zählenden Land.

Im Zentrum der Diskussionen stand die Überwindung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie und der Beitrag, den der Finanzsektor dazu leisten kann. Weiteres Thema war die Digitalisierung des Finanzsektors und regulatorische Fragestellungen. Diskutiert wurden zudem die künftigen wirtschaftlichen Beziehungen zum Vereinigten Königreich nach dessen Austritt aus der Europäischen Union und die Bekämpfung von Geldwäscherei. Zuletzt wurde die Geldwäschereibekämpfung in Europa mit der 5. EU-Geldwäschereirichtlinie erneut gestärkt.