FC Vaduz-Thun: 2:0 – Keine schlechte Ausgangslage

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Sutter trifft zum vorentscheidenden 2:0 im Hinspiel der Barrage FC Vaduz gegen den FC Thun am 7.8.2020.Foto: Jürgen Posch

Barrage-Hinspiel: Der FC Vaduz besiegt
den FC Thun 2:0 (1:0)

Perfekt. Das, was der FC Vaduz am Ende einer langen und kräfteraubenden Saison im Barragespiel gegen den Superligisten FC Thun am Freitagabend im Rheinparkstadion gezeigt hat, war schon klasse. Vaduz war– besonders in der 1. Halbzeit – die bessere und spielbestimmende Mannschaft. Der 2:0-Sieg geht deshalb völlig in Ordnung und eröffnet dem FC Vaduz fürs Rückspiel am kommenden Montag in Thun alle Chancen.

Thun kam nie so richtig in die Gänge. Die Mannschaft wirkte etwas verunsichert, spätestens nach dem forschen Auftritt der Liechtensteiner Mannschaft.

Aufgrund von mehr Spielanteilen und zwei kapitalen Chancen fällt das 1:0 zwar spät in der 1. Halbzeit, ist aber durchaus verdient. (45.). Der Treffer geht von Dorn aus, der über den rechten Flügel kommend sich gegen Hefti kraftvoll durchsetzt, zu Sutter passt, der direkt Cicek im Strafraum auflegt, welcher den Ball unhaltbar unter die rechte Latte zur Führung einschiesst.

 

Cicek hat eben das 1:0 erzielt. Vor Freude reisst er sich das Dress vom Leib.

Thun bleibt blass 

Nach Seitenwechsel rechnet man allgemein mit einem Sitstorm der Gäste aus dem Berner Oberland. Doch die Gegenwehr der Thuner bleibt vorerst aus. Es ist vielmehr Vaduz, das sich weitere Möglichkeiten erarbeitet. So profitiert die Elf von Trainer Mario Frick von einem Fehler des eingewechselten Thuners Sutter. Ausgangspunkt ist ein langer Ball von Rahimi aus der eigenen Platzhälfte auf Milinceanu, der per Kopf auf Sutter weiterleitet und von dem Fehler seines Thuners Namensvetters profitiert, dessen Kopfball zum Torhüter zurück zu kurz gerät und das 2:0 erzielt. Danach zieht sich Vaduz zu weit zurück und lässt Thun anrennen. Es wird allerdings nur in ein, zwei Situationen brenzlig für die Gastgeber, vor allem in der 86.min. als Castromans Schuss aus 20 Meter an den linken Pfosten knallt.

Sonst agieren die Thuner für ein Teams aus der Super League einfach zu brav und ohne Durchschlagskraft. Am Ende gewinnen die Vaduzer verdient und haben eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel am kommenden Montag in der Thuner Stockhorn Arena (18:15 Uhr).

TELEGRAMM

Stadion: Rheinparkstadion, Vaduz
Zuschauer: 1’000 ausverkauft (Corona-Grenze)
Schiedsrichter: Alain Bieri
FC Thun: Faivre; Glarner (77. Breitenmoser), Havenaar (46.Sutter), Fatkic (77.Bertone), Hefti; Karlen (46. Castroman), Stillhart, Tosetti, Hasler; Munsy, Rapp (74.Bande)
FC Vaduz: Ospelt (28. Büchel); Rahimi, Schmid, Simani; Dorn, Lüchinger (63.Gasser), Wieser, Schwizer; Cicek; Coulibaly (57. Milinceanu), Sutter
Tore:  45.min. 1:0 Cicek, 58.min. 2:0 Sutter
Es fehlen: Gajic (FCV), Salanovic (FCT)
Verwarnungen: Tosetti (60.), Cicek (45.)
Bemerkungen: FCV-Stammgoali Beni Büchel ist wieder fit, es spielt aber Justin Ospelt. Dieser muss in der 22. Minute an den Folgen eines Zusammenpralls ausgewechselt werden. Nicht aufgeboten seitens des FCV: Gianni Antoniazzi, Ferhat Saglam, Maximilian Göppel, Yago Gomes, 86.Pfostenschuss Castroman.

Nach dem 1:0, v.l. Schmid, Sutter, Cicek und Wieser, die sich über den Treffer freuen. Foto: Jürgen Posch
Nach dem 2:0 durch Sutter ist die Freude bei den Vaduzern riesengross. Von links Dorn, Sutter, Cicek, Simani und Schwizer. Foto: Jürgen Posch