WTO: Innovations-Framework für den Finanzplatz präsentiert

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Thomas Dünser. Leiter Stabsstelle für Finanzplatzinnovation

 

Vaduz – Am 13. und 14. Juli 2020 führte der Ausschuss über den Handel mit Finanzdienstleistungen der Welthandelsorganisation (WTO) ein virtuelles Seminar zum Thema „Fintech: Trade, Financial Inclusion and Development“ durch. Auf Initiative der Ständigen Mission Liechtensteins in Genf wurde Thomas Dünser, Leiter der Stabsstelle für Finanzplatzinnovation, vom WTO-Sekretariat eingeladen, das Innovations-Framework Liechtensteins für den Finanzplatz vorzustellen.

In seinem Vortrag erläuterte Thomas Dünser die Herausforderungen der Digitalisierung im Kontext der Finanzmarktregulierung. Anschliessend stellte er die verschiedenen Elemente des Innovations-Frameworks, wie die „Innovationsclubs“ zur Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen für innovative Geschäftsmodelle und Unternehmen, das „Regulierungslabor“ bei der FMA Liechtenstein sowie die Arbeit der Stabsstelle für Finanzplatzinnovation vor.

Dabei konnten die langjährigen Bemühungen Liechtensteins um die Schaffung von innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen hervorgehoben werden. Neben dem liechtensteinischen Ansatz wurden zwei weitere Ländersituationen (Hongkong und

Kenia) präsentiert. Die Herausforderung für den Ausschuss über den Finanzdienstleistungshandel besteht darin, bestehende WTO-Definitionen und -Disziplinen auf ihre „FinTech-Freundlichkeit“ zu überprüfen. Dazu gehören Fragen nach dem korrekten Umgang mit virtuellen Geschäftspräsenzen, der Kompatibilität bzw. gegenseitigen Anerkennung nationaler FinTech-Regulierungen und den Erfordernissen der Datenlokalisierung.