VuVL mit herausforderndem Vereinsjahr 2019

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Im Einsatz für die unabhängigen Vermögensverwalter in Liechtenstein (v.l.): Marcel Müller, Stephan Ochsner, Vereinspräsident Fredy Wolfinger, Claudio Marxer und Philipp Marxer. Auf dem Bild fehlt das Vorstandsmitglied Markus Büchel.

Eine starke Marktperformance auf der einen, mehr Aufwand und Kosten aufgrund neuer regulatorischer Vorgaben auf der anderen Seite: Der Verein unabhängiger Vermögensverwalter in Liechtenstein (VuVL) blickte an seiner ordentlichen Mitgliederversammlung auf ein bewegtes Jahr zurück.

VuVL-Präsident Fredy Wolfinger freute sich am vergangenen Dienstag, seine Branchenkollegen im Gemeindesaal Triesen anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung wieder physisch treffen zu können – wenn auch mit gebotenem Mindestabstand. Zum Höhepunkt der Corona-Pandemie beschränkte sich der Austausch wie vielerorts über digitale Kanäle. Zu besprechen gab es an dieser ordentlichen Mitgliederversammlung einiges: Die Vorgaben seitens der Politik und Aufsicht – Stichwort MiFID II, SPG und DSGVO – haben die unabhängigen Vermögensverwalter im vergangenen Jahr neben ihrem eigentlichen Tagesgeschäft ordentlich auf Trab gehalten. Angesichts der anhaltenden Regulierungsflut sehen sich die Branchenvertreter mit höheren Kosten und mehr Arbeitsaufwand konfrontiert. „Die Vereinsarbeit ist angesichts der Menge an Themen bei gleichzeitig steigender Komplexität gefragter denn je“, stellte Fredy Wolfinger denn auch fest.

Beste Stimmung an den Märkten
Äusserst positiv hingegen fiel der Rückblick auf das Jahr 2019 in Hinblick auf die Gesamtperformance aus. Getrieben von einer lockeren Geldpolitik erreichten die Börsen Höchststände. Selbst der Handelskonflikt zwischen den USA und China, die Wirren um den Brexit oder die Diskussionen bezüglich der Schuldenproblematik konnten das Gesamtbild nicht trüben. Im Zuge dessen wuchsen auch die betreuten Vermögen weiter an: Per Ende 2019 verzeichneten die liechtensteinischen Vermögensverwalter rund 50 Milliarden Franken an Assets under Management (AuM) inklusive Anlageberatung und Sonstiges.

Verbandsseitig beschäftigte sich der VuVL-Vorstand sowie der Geschäftsführer im vergangenen Jahr schwerpunktmässig mit der Umsetzung der regulatorischen Vorgaben, pflegten dabei eine enge Zusammenarbeit mit der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein und engagierten sich in verschiedenen Gremien.

Vorstand wiedergewählt
Mit Blick auf das weiterhin herausfordernde regulatorische Umfeld konstatierte Fredy Wolfinger, dass auch in Zukunft ein enormer Einsatz seitens der Vereinsführung und der Geschäftsleitung gefordert sein werde. Dass die VuVL-Mitglieder dem bestehenden Team bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben ihr Vertrauen schenken, bewiesen sie mit der einstimmigen Wiederwahl sämtlicher Vorstandsmitglieder für weitere drei Jahre. VuVL-Präsident Wolfinger zeigte sich in Bezug auf die Zukunftsaussichten der Vermögensverwaltungsbranche generell und spezifisch für Liechtenstein zuversichtlich und formulierte zum Schluss der Sitzung folgenden Wunsch an die Mitglieder: „Gemeinsam als Einheit aufzutreten und die Stärke der Branche aufzuzeigen.“