Der FC Vaduz verliert den Spitzenkampf gegen GC

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Wieser, Milinceanu (FCV), GC-Captain Salatic, Rheinpark, 2-3, am 3.7.2020. Foto:Jürgen Posch

Etwas unglückliche 2:3 (2:0)-Niederlage gegen die Grasshoppers 

Es war ein Spiel auf Biegen und Brechen. Während der FC Vaduz während der ersten Halbzeit dieses Spitzenkampfes um den begehrten Barrageplatz den Ton angab, waren es die Grasshoppers, die das Spiel – etwas glücklich – gegen Ende des Spiels für sich entscheiden konnten.

Vaduz beginnt beherzt und nach 28. Minuten klingelt es zum ersten Mal im GC-Kasten. Sülüngöz bringt die Gastgeber in Front. Schmid köpfelt einen Ball vom Fünfereck vors Tor, Salvi kann den Ball nicht festhalten und aus einem Gewühl heraus erzielt Vaduz das 1:0. GC wirkt nervös, zerfahren und es unterlaufen ihm zunehmend Abspielfehler. Nach einem Foul an Prokopic kommt es zu einem Freistoss am Strafraum. Cicek haut den Ball in die linke Ecke, Salvi kann im letzten Moment wegfausten und Coulibaly befördert das Leder mit einem sensationellen Fallrückzieher aus acht Metern in die Maschen. 2:0.

Der FCV baut in der 2. Hälfte stark ab

Die zweite Halbzeit beginnt nicht gerade ermutigend für den FCV und mit einem Paukenschlag. Nach einem Einwurf für GC passt Da Silva durch Freund und Feind zur Mitte, wo Buff völlig allein den Ball nur noch über die Linie drücken muss. Das ist der Anschlusstreffer (48.), aber auch ein glückliches Tor für GC und die erste echte Chance für GC im Spiel.

Vaduz lässt sich in der Folge zu stark in die Abwehr drücken und billigt auf diese Weise GC zu viel Platz zu. Die Zürcher können aber vorerst daraus kein Kapital schlagen. Die Angriffe des FCV werden seltener und seltener. Aber auch GC glänzt nicht gerade mit gefährlichem Angriffsfussball. Doch der Ausgleich fällt, weil der FCV viel zulässt und nicht gut verteidigt. GC-Torjäger Nassim Ben Khalifa wird von Morandi mit einer Flanke bedient, der zwar gedeckt sich gegen die Vaduzer Verteidiger durchsetzen kann und zum 2:2 einköpft. Wenig später (87.) fliegt Dorn wegen eines Fouls (Notbremse) vom Platz. Nur zwei Minuten später gelingt Grasshopper mit der dritten Chance der Siegtreffer. Wittwer knallt den Ball aus 25 Metern mit einem herrlichen Volleyschuss ins linke Kreuzeck. Unhaltbar.

Diesmal waren die Zürcher die glücklichere Mannschaft, denn der Sieg war am Ende schmeichelhaft und hätte durchaus vermieden werden können. Sie fügten aber den Vaduzern die erste Niederlage in diesem Jahr zu und vergrösserten ihren Vorsprung auf fünf Punkte.

 

TELEGRAMM

Stadion: Rheinpark-Stadion, Vaduz
Zuschauer: 562
SR: Lukas Fähndrich
GC: Salvi; Arigoni (65. Dickenmann), Cvetkovic (46.Buff), Mesonero, Wittwer; Salatic, Scheidegger (46.Diani); Fehr (46.Morandi), Ben Khalifa, Gjorgjev; Chagas (77.Ze Turbo)
FC Vaduz: Ospelt; Rahimi, Schmid, Simani; Dorn, Wieser (57.Lüchinger), Prokopic, Antoniazzi; Cicek (82.Schwizer); Coulibaly (57.Sutter), Milinceanu (67.Djokic)
Tore: 28.min. 1:0 Sülüngöz, 41.min. 2:0 Coulibaly, 48.min. 2:1 Chagas, 84.min. Ben Khalifa, 89.min. Wittwer.
Verwarnungen: Salatic (40.), Arigoni (49.), Ben Khalifa (72.), Simani (72.), Saivi (92.), Schwizer (92.), Dorn (rot, 87.)