US-Wahlen: Trump will aufholen – doch die Zuschauer fehlen

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Donald Trump anerkennt die Wahl seines Herausforderers Biden zum US-Präsidenten auch drei Wochen nach der Wahl immer noch nicht an.

Das hat sich der US-Präsident Donald Trump anders vorgestellt. Er wollte mit Pomp und Gloria anlässlich eines Megaevents in Tulsa/Oklahoma in den Wahlkampf starten. Doch die Zuhörer blieben aus, viele Plätze bleiben unbesetzt. Trump steckt weniger als 150 Tage vor den Präsidentschaftswahlen in einer massiven Krise.

Im Vorfeld des Wahlkampfauftritts in Tulsa hat er noch von fast einer Million getwittert, die sich um Tickets für die Veranstaltung beworben hatten. Fast die Hälfte der 19.000 Sitzplätze blieben allerdings leer. Dahinter soll unter anderem eine Aktion junger Social-Media-Nutzer stecken. Social Media-Experten wie Sarah Frier haben aber so ihre Bedenken. Denn es sei nicht sicher, ob wirklich solche Aktionen Auslöser für die niedrige Besucherzahl bei Donald Trumpfs Auftritt waren.

Trump hat vor seinen Anhängern in Tulsa eigentlich nichts über die Zukunft Amerikas gesagt. Stattdessen übte er sich in wüsten Attacken gegen seinen Rivalen Joe Biden, auf Medien und Demonstranten, keine Empathie für die Proteste gegen Rassismus nach dem Tod von Georg Floyd- und deutlich weniger Anhänger als erwartet. Trump ergab sich in wilden Rundumschlägen gegen sein grösstes Feindbild, die US- Demokraten, gegen Europa und Personen des öffentlichen Lebens. Und… we will win, we will win. Am Ende des Tages muss Donald Trump eingestehen, was er allerdings nicht tut: es war ein Flopp.