Pandemie: Österreich lockert Massnahmen

350
Die ÖVP des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz kommt in der Coronakrise derzeit auf 45 % Zustimmung. Ein Rekordwert. Kurz selber auf 52%.

Langsame Öffnung kleiner Geschäfte bis zur einer Grösse von 400 m²

Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz in einer Pressekonferenz vom Montagmorgen ankündigt, wird es eine Lockerung der Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus geben.

Ab Dienstag, 14. April, sollen kleine Geschäfte bis zu einer Größe von 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen dürfen. Ab dem 1. Mai sollen alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure wieder öffnen dürfen. Alle anderen Dienstleister wie Gastronomiebetriebe und Hotels sollen frühestens Mitte Mai öffnen dürfen. Eine Entscheidung darüber werde voraussichtlich erst Ende April getroffen.

Ausgangsbeschränkungen bis Ende April verlängert
Kurz kündigte an, die aktuellen Ausgangsbeschränkungen bis Ende April zu verlängern. Die Menschen sollen ihre Wohnungen weiterhin nur verlassen, um arbeiten zu gehen, Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen, Menschen zu pflegen, spazieren zu gehen oder Sport zu treiben.

Zudem werde die verpflichtende Verdeckung von Mund und Nase ausgeweitet. Diese gelte künftig nicht nur in Supermärkten, sondern auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

„Wir haben in Österreich schneller und restriktiver reagiert als in anderen Ländern und konnten daher Schlimmstes verhindern“

Kurz sagte außerdem, dass in Österreich Veranstaltungen welcher Kategorie auch immer bis Ende Juni nicht stattfinden sollen. Dies sei ein schwerer Schritt, doch die Regierung wolle den Veranstaltern damit auch Planungssicherheit geben, sagte Vizekanzler Werner Kogler.

Im Bildungsbetrieb solle die Matura unter Auflagen durchgeführt werden. Der Schulbetrieb werde bis Mitte Mai nur im „Homeschooling“ stattfinden. An den Universitäten soll der Lehrbetrieb in diesem Semester weiterhin nur digital durchgeführt werden.