Coronavirus: Schweiz lockert schrittweise

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Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset gibt heute bekannt, wie die Schweiz in der Corona-Agenda weitermachen wird. Liechtenstein wird sich in fast allem daran halten.

Der Schweizer Bundesrat informierte heute die Bevölkerung über die Massnahmen eines sukzessiven Lockouts mit der Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Bundesrat Alain Berset und Bundesrat  Guy Parmelin. Der kontrollierte Ausstieg aus der Corona-Krise soll demzufolge vorerst in drei Etappen erfolgen.

Die 1. Etappe 27.April:

Ab dem 27. April können Spitäler wieder sämtliche (auch nicht-dringliche) Eingriffe vornehmen und ambulante medizinische Praxen können wieder öffnen. Zudem können Coiffeur, Massage- und Kosmetik- oder Tattoo-Studios ihren Betrieb wieder aufnehmen. Auch Baumärkte, Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien dürfen wieder öffnen. Sortimentsbeschränkungen in den Läden werden aufgehoben. Auch unbediente öffentliche Einrichtungen wie Waschanlagen dürfen wieder offen halten. Schlussendlich wird die Limitierung auf den engen Familienkreis bei Beerdigungen wieder aufgehoben.

Die 2. Etappe 11. Mai

Dabei gehe jedoch stets der Schutz von Mitarbeitern und Patienten bzw. Kunden vor. Nur wenn es die Lage zulässt, sollen am 11. Mai, also 14 Tage später, die obligatorischen Schulen und Läden wieder öffnen dürfen.

Die 3. Etappe 8. Juni

Am 8. Juni schliesslich, wiederum vier Wochen später, sollen dann Mittel-, Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Zoos und Bibliotheken wieder öffnen können.
Für die Reihenfolge der Lockerungen hat der Bundesrat mehrere Risikofaktoren berücksichtigt. Dazu gehören die Zunahme enger Personenkontakte, die Zunahme von Personenströmen, die Zahl der betroffenen vulnerablen Personen oder die Möglichkeit Schutzmassnahmen zu ergreifen. Zudem hat der Bundesrat den wirtschaftlichen Nutzen der einzelnen Lockerungen bewertet.

Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Diese können je nach Branche eine Empfehlung oder Pflicht zum Maskentragen beinhalten.