20 Jahre «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein»

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Noch vor zwei Jahren hätte die dreijährige Amina ihre Malaria vielleicht nicht überlebt, weil sie unter anderem auch an akuter Blutarmut litt. Ihre Mutter brachte sie gerade noch rechtzeitig ins Kinderspital von Mahenge im ländlichen Süden Tansanias.

Weil die finanzielle Unterstützung des Fastenopfers WIR TEILEN es kurz zuvor ermöglicht hatte, die miserablen Zustände im Spital zu beheben und den Raum für schwerkranke Kinder mit der notwendigen Ausrüstung auszustatten, konnte Amina erfolgreich behandelt werden. Heute strahlt sie wieder über beide Ohren. Diese Erfolgsgeschichte machte keine Schlagzeilen. Genauso wenig wie viele andere nachhaltige Verbesserungen von Lebensbedingungen benachteiligter Menschen, welche «WIR TEILEN: Fastenopfer Liechtenstein» in den letzten 20 Jahren mit der Unterstützung von 108 Projekten bewirken durfte. Dahinter stehen enge Kontakte und Beziehungen von WIR TEILEN mit professionellen Hilfsorganisationen und Vertrauenspersonen, welche konkrete Projekte begleiten, die Verhältnisse vor Ort kennen und gewährleisten, dass die finanziellen Mittel gezielt eingesetzt werden. 

Seit 1962 Fastenopfer-Sammlungen in Liechtenstein
Die Idee des Fastenopfers wurde bereits 1962 in Liechtenstein aufgegriffen. Von 1971 bis 2000 bestand die vom Dekanat Liechtenstein getragene Fastenopferkommission. Diese förderte im gemeinsamen Wirken von Priestern und Laien, Frauen und Männern sowie in Verbundenheit mit dem Schweizer Fastenopfer und ökumenischer Offenheit die ideelle und materielle Unterstützung der Entwicklungszusammenarbeit. In diesem Sinn setzt sich WIR TEILEN seit dem Jahr 2000 weiter für wirkungsvolle und nachhaltige Unterstützung von benachteiligten und ausgegrenzten Menschen, vorwiegend in Afrika, Lateinamerika und Asien, ein.

Solidarisch – weltoffen – ökumenisch
«WIR TEILEN» hat sich einer solidarischen, weltoffenen und ökumenischen Grundhaltung verschrieben. Der Solidaritätsgedanken steht im Zentrum der Tätigkeit. «WIR TEILEN» steht für ein Miteinander der Kirchen und Religionen ein. Die Spenden kommen allen Menschen zugute, unabhängig ihrer Religion und Weltanschauung.

Spezielle Beachtung schenkte «WIR TEILEN» in den vergangenen Jahren Menschen auf der Flucht. Unterstützt wurden Rettungsaktionen im Mittelmeer, die unter dem Krieg leidende Zivilbevölkerung in Syrien und die Rohingya-Flüchtlinge. Letztere stehen beispielhaft für die humanitären Krisen weltweit, die von den Medien und der Politik vergessen werden und somit zu wenig Hilfe erhalten.

Das Fastenopfer WIR TEILEN ist seit 2000 eine wichtige Institution, die in der Fastenzeit und darüber hinaus zum Spenden für professionell ausgewählte Hilfsprojekte aufruft. 

Mit unserer Spende an das Fastenopfer WIR TEILEN tragen wir zu einer gerechteren Welt bei, sind solidarisch mit Menschen, denen es nicht gut geht und werden zudem mit einem dankbaren Gefühl in unserem
Herzen belohnt. 

Danke an alle Engagierten, die mit viel Herzblut die ehrenamtliche Arbeit der Stiftung WIR TEILEN auf sich nehmen. Möge euer Elan und das Lindern von Not der Benachteiligten dieser Welt eure Arbeit weiterhin segensreich begleiten.

Ingrid Allaart,
Mitglied der Kommission WIR TEILEN – das andere Fastenopfer 2000 – 2006

Gemeinsam stark sein – gemeinsam mehr erreichen
«WIR TEILEN» gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerkes für Entwicklungszusammenarbeit in Liechtenstein. Dieses vereinigt Organisationen und Privatpersonen, die sich für Entwicklungszusammenarbeit und internationale Solidarität einsetzen. Gegenseitiger Austausch, die Sichtbarmachung des zivilgesellschaftlichen Engagements sowie die Verankerung der Entwicklungszusammenarbeit in Bevölkerung, Wirtschaft und Politik sind dabei wichtige Zielsetzungen.

Jugendprojekt «föranand» zur Förderung der Solidarität junger Menschen
Seit 2016 führen Jugendliche der Weiterführenden Schulen jedes Jahr ein Projekt gemeinsam mit «WIR TEILEN» durch. Schülerinnen und Schüler des Liechtensteinischen Gymnasiums, des Freiwilligen 10. Schuljahres, der Weiterführenden Schulen Vaduz und der Oberschule Triesen haben in den vergangenen Jahren mit grossem Einsatz Darbietungen und Veranstaltungen zugunsten von Projekten in Nepal, Kenia, Burkina Faso und Tansania organisiert und durchgeführt. 

Dieses Jahr setzen sich Schülerinnen und Schüler der Realschule Triesen für die Viktoria Schule in Mwanza, Tansania, ein. Diese wird von Johanna Sele-Rutwina und Ihrem Mann geführt. Leider musste aufgrund der aktuellen Situation die für den 7. April geplante Benefizveranstaltung abgesagt werden. Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Triesen planen nun im September einen Herbstmarkt, um Spendengelder zu sammeln. Sie freuen sich auf Ihre Unterstützung. Nähere Informationen dazu erfolgen rechtzeitig.