Wirtschaftskammer Liechtenstein sagt mehrere Veranstaltungen ab

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Die Wirtschaftskammer Liechtenstein hat aufgrund der aktuellsten Geschehnisse rund um die Ausbreitung des Corona-Virus entschieden, mehrere geplante Veranstaltungen abzusagen, resp. zu verschieben.

Wir bedauern diesen Entscheid sehr, sind aber überzeugt, dass wir damit das richtige Zeichen setzen.

AutoLie (21. und 22. März 2020)
Die beliebte AutoLie-Ausstellung wurde bereits letzte Woche abgesagt. Der Vorstand des Autogewerbes hat diesen Entscheid nach intensiven Beratungen getroffen. Die AutoLie-Ausstellung soll neu im September 2020 stattfinden. (www.autolie.li)

Lernenden-Lager 100pro! (4. April bis 9. April 2020)
Das Lager in Wien und Wilfersdorf mit mehr als 30 Personen wurde nach einer Risikoabschätzung der Organisatoren ebenfalls abgesagt. Die gemeinsame Zugreise und die potentielle Möglichkeit einer Ansteckungsgefahr in der Region Wien und Niederösterreich, wurden als zu gross eingestuft.

BerufsCHECK Woche (30. März bis 3. April 2020)
Das gemeinsame Projekt der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer (LIHK) und der Wirtschaftskammer Liechtenstein unterstützt Jugendliche praxisorientiert bei der Entscheidungsfindung, damit sie den Einstieg in ihr Berufsleben erfolgreich meistern. Auch diese jährliche Veranstaltung mit rund 300 Schülern und mehreren Betrieben wurde nun heute ebenso abgesagt und wird erst im Jahr 2021 wieder erfolgen. (www.berufscheck.li)

Weitere geplante Veranstaltungen der Wirtschaftskammer ab Mai 2020, sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht betroffen. 

Corona-Virus: Mögliche Auswirkungen auf den Werkplatz Liechtenstein
Die Wirtschafskammer Liechtensteinstein verweist auf die Mitteilung des Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics vom 3. März 2020. „Das Corona-Virus hat sich in den letzten Wochen auch in Europa und dem Rest der Welt ausgebreitet. Die wirtschaftlichen Folgen werden sich daher nicht wie anfangs erhofft auf wenige kleine Effekte beschränken. Neben Unterbrechungen der globalen Produktionsketten und entsprechenden Produktionsausfällen ist auch mit negativen Nachfrageeffekten zu rechnen. In der Schweiz (und somit auch in Liechtenstein) ist vor allem ein Dämpfer bei den Dienstleistungsexporten zu erwarten, da der Einbruch der Tourismusnachfrage sowie die Absagen von zahlreichen Grossevents Spuren hinterlassen. Die steigende Unsicherheit wird auch die Güterexporte und die Investitionsbereitschaft vorübergehend belasten. BAK Economics hat daher die Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 auf 1.3 Prozent gesenkt (bisher: +1.5%). Im Jahr 2021 sind gewisse Aufholeffekte und ein Wachstum von 1.4 Prozent wahrscheinlich (bisher: +1.3%). Voraussetzung hierfür ist, dass das Virus in den nächsten Monaten erfolgreich eingedämmt wird. Falls es dagegen ungebremst zu einer globalen Pandemie kommt, ist mit massiven Produktionsausfällen auch in Europa und den USA zu rechnen“.

Vor diesem Hintergrund gilt es, besonnen zu agieren und mit den geeigneten Massnahmen den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Die Wirtschaftskammer hat bereits allen ihren Mitgliedern ein Merkblatt zum rechtlichen Umgang mit den möglichen Folgen des Corona-Virus (Covid-19) per e-mail zugestellt.