Ein optimaler Rahmen für die WorldSkills

Experte Manuel Steiner und Teilnehmer Nicola Batliner konnten die Chancen, die WorldSkills bietet, optimal nutzen.

Der Verband suissetec macht Champions und stärkt eine ganze Branche  

Auch wenn der Name nicht auf den ersten Blick darauf schliessen lässt: suissetec ist der Verband für Gebäudetechniker, nicht nur in der Schweiz, sondern auch für Liechtenstein. Er umfasst die Branchen Sanitär, Heizung, Spengler, Gebäudehüllen und Lüftung. suissetec bereitet junge Berufsleute optimal auf WorldSkills Teilnahmen vor – in einer Trainingsgemeinschaft mit Liechtenstein.

Wenn wir in Liechtenstein «Trainingsgemeinschaft» hören, denken wir in erster Linie wohl an unser Ski-Ass Tina Weirather, die sich gemeinsam mit den Schweizer Skistars auf die Wettkämpfe vorbereitet. Solche Gemeinschaften gibt es aber auch andernorts – ebenso erfolgreich. Anlässlich der Vorbereitungen für die WorldSkills in Kazan trainierte der Sanitär- und Heizungsmonteur Nicola Batliner aus Eschen gemeinsam mit seinen Berufskollegen und Wettkampf-Konkurrenten aus der Schweiz. Der Verband für Gebäudetechnik suissetec schafft den «Athleten» optimale Trainingsbedingungen, um sie fit zu machen für den Wettstreit der weltweit besten Berufsleute. In Lostorf (Kanton Solothurn) führt suissetec ein Bildungszentrum, welches auch das Trainingszentrum für die World-Skiller umfasst. 

«Stärkung des Berufsbilds»
Der Verband suissetec stellte dem Liechtensteiner WorldSkiller damit optimale Rahmenbedingungen für seine Vorbereitungen zur Verfügung. Dabei muss dieses Engagement des Verbands tatsächlich als Investition verstanden werden. Nicht nur Zeit ist ein Aspekt, auch das verbaute Material, das im Training zum Einsatz kommt, hat einen reellen und nicht geringzuschätzenden Gegenwert. 

Engagement für den Beruf
Für Alois Gartmann, Leiter Bildung und stellvertretender Direktor von suissetec, ist das Engagement für WorldSkills mehr als nur Leidenschaft und Ehrgeiz. Es geht um die konkrete Förderung des Nachwuchses, um die Stärkung des Berufsbilds der Gebäudetechniker und um die Sicherung von Fachkräften für die Zukunft. Überzeugt ist er auch von der Trainingsgemeinschaft, welche Liechtenstein einschliesst. 

«Gute Leistungen werden honoriert» 
Diese soll auch für Shanghai 2021 wieder ermöglicht werden, vorausgesetzt natürlich, dass ein Teilnehmer aus Liechtenstein aus der entsprechenden Branche antreten wird. «suissetec begrüsst es sehr, wenn Liechtenstein erneut einen Teilnehmer stellt. Als schweizerisch-liechtensteinischer Gebäudetechnikverband spielt es für uns keine Rolle, aus welchem Land der Teilnehmer kommt – beide Länder vertreten den Gesamtverband vor einer Weltkulisse. Zudem werden gute Leistungen an den WorldSkills honoriert. suissetec wird sowohl Nicola Batliner wie auch Patrick Grepper die Ausbildung zum Chefmonteur Sanitär mit eidgenössischem Fachausweis im suissetec Bildungszentrum in Lostorf vollständig finanzieren. In der Gebäudetechnikbranche haben junge Leute hervorragende Perspektiven. Aus Verbandssicht gilt es, diese jungen und motivierten Talente entsprechend zu fördern und fordern. Genau das macht suissetec.»  Auch Thomas Beck, Geschäftsleiter der Ospelt Haustechnik AG und Präsident des Haustechnik- & Spenglerverbands Liechtenstein, ist ein glühender Anhänger von WorldSkills. Als ehemaliger Teilnehmer, Experte und Delegierter begrüsst er die Trainingsgemeinschaft mit suissetec ausserordentlich. «Jede Branche braucht junge Berufsleute, welche die Fachleute und Spezialisten von morgen sind. Mit WorldSkills erhält ein junger Mensch eine einmalige Chance, die sowohl als Teil der Berufs- und Weiterbildung als auch als Lebensschule betrachtet werden muss». 

«Eine einmalige Chance» 
Dass der Verband suissetec auch Liechtenstein in die Trainings inkludiert, geht wesentlich auf das Engagement von Beck zurück. In seiner Zeit als Experte knüpfte er die Kontakte zu suissetec enger und machte sich für eine intensivere Zusammenarbeit stark. Bereits 2009 vereinbarten Beck und Gartmann schriftlich, wie vorzugehen sei. Nicola Batliner war der Erste, der nun davon profitieren konnte. Aber auch Thomas Beck betont, dass dies der ganzen Branche zugutekommt, nicht nur dem einzelnen Kandidaten. 

Teilnahme mit vielen Gewinnern
Das Engagement, wie es der Verband für Gebäudetechnik suissetec an den Tag legt, ist für den Technischen Leiter von WorldSkills Liechtenstein, Reto Blumenthal, vorbildlich: «Ich würde mir wünschen, dass auch andere Berufsverbände ähnliche Kooperationsformen entwickeln, um jungen Menschen die Teilnahme an den Berufsweltmeisterschaften näherzubringen.» Profitieren würden davon viele, ist Blumenthal überzeugt. «Unternehmen kommen im sehr positiven Umfeld der Berufsbildung ins Rampenlicht, sie fördern den Nachwuchs auf höchstem Niveau und tragen viel zur Attraktivität des Berufsbilds bei. Im Ergebnis erhalten Unternehmen Aufmerksamkeit vom Markt, die Branche bestens ausgebildete Fachkräfte aus den eigenen Reihen und eine positive Wahrnehmung der Berufsleistung.»

«Fachkräfte von morgen»
Ohne Beispiele nennen zu wollen, sieht Reto Blumenthal viele Branchen und Verbände in Liechtenstein, welche die Voraussetzungen dazu hätten, erfolgreich an WorldSkills-Bewerben teilzunehmen. Oft sei aber der Aufwand für ein kleines Unternehmen kaum allein zu bewältigen. «Hier käme die Kooperation im Verband zum Einsatz. Genau an dieser Schnittstelle von Berufslehre und Fachmann würde sich die grenzüberschreitende Verbandsarbeit ausserordentlich lohnen», ist er überzeugt. 

Begleiter für Berufs- und Lebensweg
Einer der Gewinner der Kooperation ist Nicola Batliner, der als «Bester der Nation» und ausgestattet mit einem Leistungsdiplom von den WorldSkills in Kazan zurückkehrte: «Die Vorbereitungen mit suissetec waren für mich optimal. Ich habe von der Teilnahme sehr profitiert und kann jungen Berufsleuten diesen Weg nur empfehlen.» Batliner ist überzeugt, dass er auf seinem weiteren Berufs- und Lebensweg immer wieder von der Vorbereitung auf die und der Teilnahme an den WorldSkills profitieren können wird. Ein ähnliches Feedback kommt von Manuel Steiner, der Nicola Batliner in Kazan als Experte zur Seite stand. Sein Engagement für WorldSkills brachte ihm gleich nach der Rückkehr eine neue Möglichkeit: «Ich wurde angefragt, ob ich mich als Fachlehrer bei ‹ibw. Höhere Fachschule Südostschweiz› engagieren möchte. Eine Chance, die ich sehr gerne wahrgenommen habe.» 

Junge Berufsleute haben im Jahr 2021 wieder die einmalige Chance, Teilnehmer der WorldSkills zu sein. Ausgetragen werden die nächsten Berufsweltmeisterschaften in der Megacity Shanghai. WorldSkills ist mehr als ein paar Stufen auf der Karriereleiter, es ist Lebensschule und ein reicher Schatz an Erfahrung.

Wenn du Jahrgang 1999 oder jünger bist und dich für eine Teilnahme interessierst, findest du auf der Website von WorldSkills Liechtenstein alle wichtigen Informationen.

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