Wirtschaftskammer und VCL

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Im Interview (Volksblatt 9.1.2020) macht der Wirtschaftskammer-Geschäftsführer Jürgen Nigg Aussagen, die einer Kommentierung bedürfen. Seiner Meinung “Auto als Allzweckmittel” stellt der VCL folgende Ansicht entgegen.

Das Auto ist ein sehr bequemes und flexibles Verkehrsmittel, das überlegter als heute üblich eingesetzt werden sollte. Denn etwa die Hälfte der Autofahrten ist nur bis fünf (5) Kilometer kurz; das sind vielfach Fahrraddistanzen, an den meisten Tagen des Jahres!

Damit der Autostau zu den Hauptverkehrszeiten den gewerblichen Verkehr, den wirklich nötigen Autoverkehr und die LIEmobil-Busse deutlich weniger behindert und die Dorfkerne entlastet werden, müssen einfach weniger Leute ihre Arbeitswege allein per Auto zurücklegen. Reale Alternativen existieren für viele Alltagswege: Öffentlicher Verkehr, Fahrgemeinschaften, Radfahren und zu Fuss gehen.

Die Wirtschaftskammer kann einen wesentlichen Beitrag leisten, dass die Alternativen auch wahrgenommen werden! Sie muss sich einsetzen für die Bahn als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs mit dem Bus – eines Tages autonome Kleinbusse – als Zubringer und Feinverteiler. Zudem muss sie sich endlich zu verpflichtendem Betrieblichem Mobilitätsmanagement (BMM) bekennen und ihre Mitglieder zur Realisierung von BMM auffordern. BMM ist kurzfristig umsetzbar, ist ein Gewinn für Arbeitgeber und Arbeitnehmer und entlastet die Strassen zu den Hauptverkehrszeiten. In der BMM-Umsetzung kann der VCL innovative Wirtschaftskammer-Betriebe gerne mit seiner breiten Erfahrung unterstützen. (VCL)