SPD wirft Thilo Sarrazin aus der Partei

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Steht vor dem Rauswurf aus der SPD: der 74-jährige Bestseller-Autor Thilo Sarrazin. Foto: Picture Alliance, Frankfurt/Main

 

Der umstrittene frühere Berliner Finanzsenator und Bestseller-Autor Thilo Sarrazin (Seine Bücher erreichten Millionenauflagen) steht kurz vor dem Rauswurf aus der SPD. Doch Sarrazin will sich nicht damit abfinden. Er möchte weiters in der Partei bleiben.

Hintergrund sind sein jüngstes Buch und Auftritte bei der FPÖ. Der Parteiausschluss hat eine jahrelange Vorgeschichte.

Die SPD-Spitze hatte 2009/10 und 2011 schon zweimal vergeblich den Ausschluss Sarrazins betrieben. Für die SPD ging es um die Frage, ob Sarrazin mit seinen Thesen zur Einwanderung und zum Islam parteischädigend ist. Er ist vor allem wegen migrationskritischer Äußerungen in seinen Büchern umstritten. Sein letztes Buch „Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ schrieb er über den Islam.

Der 74-Jährige argumentierte Anfang Januar, er habe „wissenschaftliche Sachbücher geschrieben“. Niemand aus der SPD-Führung habe belegen können, was daran sachlich falsch sei. „Ich lasse mir meinen Ruf als Sachbuchautor nicht kaputtmachen.“