Lancierung einer breit abgestützten Befragung zur Mobilität in Liechtenstein

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In der nächsten Woche beginnt die im Auftrag der Regierung durchgeführte repräsentative Bevölkerungsbefragung zur Mobilität in Liechtenstein. Die Einwohnerinnen und Einwohner werden eingeladen, sich zu den Bedürfnissen und Anforderungen an ein nachhaltiges und attraktives Mobilitätsangebot zu äussern.

Es informieren:
– Daniel Risch, Regierungschef-Stellvertreter
– Wilfried Marxer, Liechtenstein-Institut

Die Befragung, die vom Liechtenstein-Institut in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Demoscope durchgeführt wird, erfolgt im Zusammenhang mit der vom Ministerium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport derzeit bearbeiteten langfristigen Strategie zur räumlichen und mobilitätsbezogenen Entwicklung in Liechtenstein. Die dreiteilige Erhebung setzt sich aus der Befragung von 3’000 repräsentativ nach dem Zufallsprinzip ausgewählten, in Liechtenstein wohnhaften Personen, einer offenen Bevölkerungsumfrage sowie der Befragung von Grenzgängerinnen und Grenzgängern zusammen.

Verkehrsinfrastruktur zukunftsfähig machen
Die bestehenden Verkehrsinfrastrukturen stossen zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen und müssen weiterentwickelt werden, damit die Zuwachsraten bewältigt und die qualitativen Anforderungen erfüllt werden können. Wie kaum ein anderer Bereich bestimmt die Mobilität, wie gut wir uns als Gesellschaft, als Wirtschaftsstandort und als Land weiterentwickeln können. Mobilität zählt zu den Grundbedürfnissen der Menschen und berührt praktisch alle Lebensbereiche: die Arbeitswelt, die Wohn- und Familiensituation, die Einkaufsgewohnheiten, das Freizeitverhalten und das generelle Bedürfnis nach Fortbewegung. Von leistungsfähigen und attraktiven Mobilitätsangeboten profitieren alle Einwohnerinnen und Einwohner, die Arbeitspendler und die Unternehmen in Liechtenstein.

Rückhalt in der Bevölkerung entscheidend
Das Ministerium für Infrastruktur beschäftigt sich seit Längerem mit der Verkehrsplanung und zukunftsfähigen Mobilitätslösungen für Liechtenstein. Dabei sollen alle Verkehrsträger auch künftig ihren Platz haben und dazu beitragen, den Verkehrsfluss in Rahmen einer Liechtensteiner Lösung möglichst optimal zu gewährleisten. «Ohne den Rückhalt in der Bevölkerung lassen sich solche Lösungen aber nicht realisieren. Deshalb möchten wir, unter Einbezug und Mitwirkung möglichst vieler Menschen in Liechtenstein, eine langfristige Perspektive entwickeln, die auf den Anliegen der Einwohner und der Wirtschaft basiert», sagt Regierungschef-Stellvertreter und Infrastrukturminister Daniel Risch.

Die Bevölkerungsbefragung zur Mobilität in Liechtenstein ergänzt die Arbeiten der Plattform Entwicklungskonzept Unterland und Schaan sowie der Arbeitsgruppen zum Raum- und Mobilitätskonzept. Die Ergebnisse der Befragung sollen zur abschliessenden Definition von Massnahmen im Verkehrsbereich und zu deren Priorisierung herangezogen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die vorgeschlagenen Massnahmen den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft entsprechen.