Klimaexpertentreffen im Vorfeld der Bonner Klimatagung

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Das Amt für Umwelt organisierte ein Internationales Expertentreffen zur Koordination der Verhandlungsgruppe EIG (Environmental Integrity Group) im Vorfeld der Klimatagungen, welche vom 17. bis 27. Juni in Bonn stattfinden.

Experten aus Südkorea, Monaco und der Schweiz haben am Donnerstag und Freitag verschiedene Themen behandelt und gemeinsame Verhandlungspositionen erarbeitet.

Tagung der Nebenorgane der Klimakonvention in Bonn
Mit der Klimarahmenkonvention haben sich die Staaten nicht nur darauf geeinigt eine gefährliche vom Mensch verursachte Störung des Klimasystems zu verhindern, sondern auch eine entsprechende Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen zu erreichen. Das erste Entscheidungsgremium der Klimarahmenkonvention ist die Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP), welche auch als Weltklimakonferenz, Klimagipfel oder UN-Klimakonferenz bekannt ist. Einmal jährlich kommen die Vertragsstaaten zusammen, um die wirksame Durchführung des Übereinkommens zu fördern und den internationalen Klimaschutz voranzutreiben. Diese findet am Ende jeden Jahres statt.

Zudem verfügt die Klimarahmenkonvention über zwei wichtige Nebenorgane: das Gremium für wissenschaftliche und technische Fragen (Subsidiary Body for Scientific and Technical Advice, SBSTA) sowie das Gremium für Fragen der Umsetzung (Subsidiary Body for Implementation, SBI). Die Nebenorgane tagen zweimal jährlich – jeweils im Sommer in Bonn und während der COP am Ende jeden Jahres. Die Tagung findet vom 17. bis 27. Juni in Bonn statt.

Liechtenstein ist Mitglied einer Kernverhandlungsgruppe
In den Klimaverhandlungen im Rahmen der Klimakonvention gibt es verschiedene Kernverhandlungsgruppen, welche in bilateralen Treffen mit der COP Präsidentschaft oder den Vorsitzenden der Nebenorgane, ihre Verhandlungspositionen oder Kompromissvorschläge darlegen können. So zum Beispiel G77 und China, die Europäische Union oder die Umbrella Group.

Liechtenstein ist Teil der Kernverhandlungsgruppe EIG (Environmental Integrity Group), zusammen mit Georgien, Monaco, Mexiko, Südkorea und der Schweiz. Durch diese Mitgliedschaft sichert sich Liechtenstein den Zugang zu den wichtigsten Entscheidungsgremien und kann so die Anliegen eines Kleinstaates direkt vorbringen und sich aktiv an den Verhandlungen beteiligen. Zugleich profitiert Liechtenstein vom grossen Expertennetzwerk innerhalb der Gruppe und kann sich auch über neue und mögliche nationale Klimaschutzmassnahmen mit anderen Staaten austauschen. Darüber hinaus pflegt das Land weitere aussenpolitische Beziehungen im Rahmen der Klimakonvention.

Mit der Koordinierungssitzung in Vaduz konnte eine gemeinsame Position innerhalb der Verhandlungsgruppe erarbeitet werden und Liechtenstein einen aktiven Beitrag an das Netzwerk leisten. Vertreter aus Südkorea, der Schweiz und Monaco sind der Einladung des Amtes für Umwelt nach Vaduz gefolgt.